
(Patria) - Mit dem Sturz des Regimes von Bashar al-Assad bleibt die humanitäre Situation in Syrien instabil, teilten die Vereinten Nationen mit.
Krankenhäuser in ganz Syrien sind mit einer großen Anzahl von Patienten mit schweren Verletzungen und Traumata überfüllt, berichtete das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA).
Viele Menschen leiden unter großem psychischem Stress, und insbesondere Kinder zeigen Anzeichen von Traumata, teilte OCHA mit.
In vielen großen Städten, wie der Hauptstadt Damaskus, gibt es Nahrungsmittelknappheit. Seit Beginn der Rebellenoffensive ist der Brotpreis in Städten wie Idlib und Aleppo um 900 Prozent gestiegen.
Die UN schätzen, dass seit Beginn der von der Hayat Tahrir al-Sham (HTS) angeführten Rebellenoffensive in Syrien etwa eine Million Menschen vertrieben wurden. Die Flüchtlingsbewegung hält an.
OCHA warnte vor Minenfeldern, die die Bewegung von Menschen und die Lieferung von Gütern einschränken. In den letzten 10 Tagen wurden im ganzen Land mindestens 52 Minenfelder identifiziert.
Vierzehn Jahre Bürgerkrieg – und die schweren Erdbeben im letzten Jahr – haben Syrien dramatisch verarmen lassen, dessen Bruttoinlandsprodukt zwischen 2011 und 2021 um 87 Prozent gesunken ist.
Nach UN-Angaben stehen 13 Millionen Menschen – mehr als die Hälfte der syrischen Bevölkerung – am Rande des Hungers, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser, Hygiene und sanitären Einrichtungen. Rund 96 Prozent der Bevölkerung leben von weniger als sieben Dollar pro Tag.
Der Bürgerkrieg hat die entscheidende Infrastruktur Syriens zerstört, von der Gesundheitsversorgung bis hin zu Abwasser- und Stromnetzen.
Mehr als 40 Prozent der Krankenhäuser sind nicht voll funktionsfähig. Sichere und stabile Wohnungen bleiben für Millionen von Einwohnern eine Utopie – geschweige denn für Rückkehrer.
Trotz ständiger Appelle der UN ist die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft absolut unzureichend: Syrien steht in diesem Jahr vor einem Mangel an internationaler Hilfe von 3 Milliarden Dollar.
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