
(Patria) - Das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) hat heute die Lieferung humanitärer Hilfe in den Gazastreifen über den israelischen Grenzübergang Kerem Schalom wegen Unsicherheit eingestellt.
"Wir pausieren die Lieferung von Hilfe über Kerem Schalom, den wichtigsten Grenzübergang für humanitäre Hilfe in Gaza. Der Grenzübergang ist seit Monaten nicht sicher", sagte der Generalkommissar der UNRWA, Philippe Lazzarini.
Er fügte hinzu, dass bewaffnete Banden im vergangenen Monat einen großen Hilfskonvoi gestohlen hätten, der sich in diesem Gebiet bewegte.
"Gestern haben wir versucht, mehrere Lastwagen mit Lebensmitteln auf derselben Route zu bringen. Alle wurden beschlagnahmt. Diese schwierige Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich der Hunger rapide verschärft.
Die Lieferung humanitärer Hilfe darf niemals gefährdet sein oder zu einer Versuchung werden", so Lazzarini.
Der UNRWA-Chef erklärte, dass die israelische Belagerung, Beschränkungen, mangelnde Sicherheit und die gezielte Bekämpfung der lokalen Polizei die Durchführung humanitärer Operationen im Gazastreifen unmöglich machten.
"Die Verantwortung für den Schutz humanitärer Helfer und Vorräte liegt bei Israel als Besatzungsmacht. Sie müssen einen sicheren Fluss der Hilfe nach Gaza gewährleisten und davon absehen, humanitäre Helfer anzugreifen", so Lazzarini.
Er rief zu einer Waffenruhe auf, die auch eine sichere und ungehinderte Lieferung von Hilfe an die bedürftigen Menschen gewährleisten würde.
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