
(Patria) - Noch immer wurde keine Sitzung der Versammlung des Kantons Sarajevo einberufen, auf der Bojan Bošnjak, Minister für Kommunalwirtschaft, Infrastruktur, Raumordnung, Bauwesen und Umweltschutz, abberufen werden soll, gegen den das Gericht ein Verbot der Ausübung seines Amtes verhängt hat.
Der Premierminister des Kantons Sarajevo, Nihad Uk, unterzeichnete am 13. Februar den Antrag auf Abberufung und leitete ihn an das parlamentarische Verfahren weiter. Doch ein Datum für diese Sitzung gibt es nicht.
Übrigens wurde Bošnjak während seiner Untersuchungshaft ein Gehalt in Höhe von rund 3.500 KM ausgezahlt. Da gegen ihn ein gerichtliches Verbot der Amtsausübung besteht, ist die Abberufung die einzig logische Lösung, da er selbst nicht zurückgetreten ist.
Dieses Ministerium wird derzeit vom Verkehrsminister Adnan Šteta geleitet.
Obwohl der Vorsitzende der Partei Naša stranka, Edin Forto, am 20. Dezember die Koalitionspartner aufgefordert hatte, mit der Rekonstruktion der Regierung des Kantons Sarajevo zu beginnen, ist dieser Prozess bis heute nicht abgeschlossen. Es ist Ende Februar, und es gibt noch nicht einmal den Vorschlag für den Haushalt des Kantons Sarajevo für das Jahr 2025, noch wurde eine Einigung über die Höhe der Bemessungsgrundlage für dieses Jahr erzielt.
Bošnjak wurde am 15. November 2024 verhaftet. Er wird verdächtigt, während des Legalisierungsprozesses eines illegalen städtebaulichen Bauprojekts auf Bjelašnica eine positive Stellungnahme zur Umweltverträglichkeitsprüfung abgegeben und den Bürgermeister von Trnovo, Ibri Berilo, begünstigt zu haben, der ebenfalls unter einem Verbot der Amtsausübung steht. Berilo wurde wegen der Ermöglichung illegaler Bauten auf Bjelašnica verhaftet.
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