
(Patria) - Der israelische Sicherheitskabinett hat das Waffenstillstandsabkommen mit der Hamas ratifiziert, das einen Austausch von Geiseln gegen palästinensische Gefangene und eine vorläufige Aussetzung des 15-monatigen Krieges für die ersten sechs Wochen vorsieht.
Die Genehmigung erfolgte nach einer unerwarteten Verzögerung, die Befürchtungen aufkommen ließ, dass Meinungsverschiedenheiten zwischen Israel und der Hamas das Abkommen gefährden könnten. Mitglieder der extremen Rechten aus der Koalitionsregierung von Premierminister Benjamin Netanjahu drohten ebenfalls, die monatelangen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts zu untergraben.
Das Abkommen wird nun zur endgültigen Genehmigung dem gesamten Kabinett vorgelegt, damit es am Sonntag umgesetzt werden kann, wenn die Freilassung der ersten Geiseln und Gefangenen geplant ist. Der Oberste Gerichtshof Israels muss noch Beschwerden gegen bestimmte Elemente des Abkommens prüfen, es wird jedoch nicht erwartet, dass er eingreift.
In der ersten Phase des Abkommens, die 42 Tage dauern soll, hat die Hamas zugestimmt, 33 Geiseln freizulassen, darunter Kinder, Frauen – darunter auch Soldatinnen – und Personen über 50 Jahre. Im Gegenzug würde Israel 50 palästinensische Gefangene für jede von der Hamas freigelassene israelische Soldatin und 30 für andere weibliche Geiseln freilassen.
Dieses Abkommen stellt einen bedeutenden Schritt zur Beendigung des Konflikts dar, der zu einer großen Zahl von Opfern und Vertriebenen im Gazastreifen geführt hat. Die internationale Gemeinschaft begrüßt diese Entwicklung und hofft, dass sie zu einem dauerhaften Frieden in der Region führen wird.
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