Schließung des Flughafens Heathrow verursacht Millionenverluste für Fluggesellschaften

Patria
AutorPatria
07:35
Podijeli:
Schließung des Flughafens Heathrow verursacht Millionenverluste für Fluggesellschaften

(Patria) - Ein Brand, der am Freitag in einem Umspannwerk in der Nähe des Londoner Flughafens Heathrow ausbrach, führte zur vorübergehenden Schließung des Flughafens und verursachte erhebliche Störungen im Flugverkehr.

Das Feuer zerstörte auch das Notstromsystem, wodurch Hunderttausende von Passagieren von ihren Flügen abgeschnitten waren. Das Feuer wurde nach sieben Stunden unter Kontrolle gebracht, aber die Folgen sind laut Euronews weiterhin spürbar.

Die Flughafenverwaltung von Heathrow warnte vor erheblichen Störungen in den kommenden Tagen und forderte die Passagiere auf, nicht zum Flughafen zu kommen, bis der normale Betrieb wiederhergestellt ist.

British Airways, eine der am stärksten betroffenen Fluggesellschaften, meldete ernsthafte Auswirkungen auf ihr Geschäft.

Die Aktien der Muttergesellschaft International Consolidated Airlines Group S.A. (IAG) fielen am Morgen um 3 Prozent und am frühen Nachmittag an der Londoner Börse um weitere 1,5 Prozent.

Auch andere europäische Fluggesellschaften spürten den negativen Trend. Die Aktien von KLM-Air France sanken um 1,5 Prozent, die von Lufthansa um 1,7 Prozent, während EasyJet einen Rückgang von etwa 1 Prozent verzeichnete.

Selbst Fluggesellschaften, die nicht am Heathrow-Flughafen tätig sind, spürten die Auswirkungen – die Aktien von Wizz Air sanken um 1,4 Prozent und die von Ryanair um 0,8 Prozent.

Analysten schätzen, dass British Airways zwischen 36 und 60 Millionen Euro an Entschädigungen für Passagiere zahlen könnte.

Laut einer Analyse der Investmentbank Jefferies könnten diese Kosten den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) der Gruppe für 2025 um 1 bis 3 Prozent schmälern.

Russ Mould, Investmentdirektor bei AJ Bell, betonte, dass die Anleger eine schnelle Lösung der Situation am Heathrow-Flughafen erwarten.

Er fügte jedoch hinzu, dass die IAG-Aktien im Vergleich zu ihrem Fünfjahreshoch vom Februar um ein Viertel gefallen seien, was auf tiefere Bedenken hinsichtlich des Konsum- und Geschäftsverkehrs in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld hindeutet.

Die Folgen waren auch in anderen Sektoren des Reise- und Tourismusgewerbes spürbar. Die deutsche Touristikgruppe TUI, Eigentümerin von fünf Fluggesellschaften, verzeichnete einen Aktienrückgang von 1,8 Prozent.

Die Intercontinental Hotels Group erlitt einen der größten Verluste in London mit einem Rückgang von 3,7 Prozent.

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