Wagner wird nicht mehr in der Ukraine kämpfen

Patria
AutorPatria
15:17
Podijeli:
Wagner wird nicht mehr in der Ukraine kämpfen

(Patria) - Der Gründer der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, weigerte sich, Verträge mit dem Kreml zu unterzeichnen, sagte der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses der russischen Duma, zitiert in russischen Staatsmedien.

TASS zitiert Andrej Kartapolow mit den Worten, dass Prigoschin aufgrund dieser Weigerung mitgeteilt wurde, dass seine Kämpfer keine Rolle mehr im Krieg in der Ukraine spielen würden.

RIA berichtet ebenfalls, dass Prigoschin „noch vor den Ereignissen vom 24. Juni (Wagner-Aufstand) mitgeteilt wurde, dass Wagner nicht an der „Spezialoperation“ (wie der Kreml die Invasion der Ukraine nennt) teilnehmen werde, berichtet Index.hr.

Was ist Wagner und warum ist es wichtig?

Die Wagner-Gruppe, ein russisches privates Militärunternehmen, spielte eine Schlüsselrolle im russischen Militäreinsatz in der Ukraine.

Obwohl der Kreml bis vor kurzem routinemäßig jegliche formelle Verbindung zur Wagner-Gruppe bestritt, glauben viele Experten, dass ihre Agenten als verlängerter Arm der russischen Armee fungierten und Aufgaben übernahmen, die für reguläre Militäreinheiten oft zu riskant oder politisch heikel waren.

Im Kontext des ukrainischen Konflikts waren Wagner-Kämpfer für eine Reihe von Operationen verantwortlich, darunter Kämpfe gegen ukrainische Streitkräfte, die Sicherung strategischer Einrichtungen und Berichten zufolge die Beteiligung an Operationen gegen die Zivilbevölkerung.

Ihre Präsenz vor Ort ermöglichte es Moskau, ein gewisses Maß an Leugnung der Beteiligung am Konflikt aufrechtzuerhalten. Wagner war entscheidend für die Eroberung der ukrainischen Stadt Bachmut.

Große Wendung

Diese neue Nachricht über Jewgeni Prigoschin, den Anführer der Wagner-Gruppe, und seine Weigerung, neue Verträge mit dem Kreml zu unterzeichnen, stellt eine bedeutende Wendung dar.

Dieser Schritt wirft nicht nur Fragen über die zukünftige Beteiligung von Wagner-Kämpfern am Konflikt auf, sondern deutet auch auf einen möglichen Bruch zwischen dem Kreml und dieser geheimnisvollen Organisation hin.

Es ist noch nicht vollständig klar, warum Prigoschin sich weigerte, neue Verträge zu unterzeichnen, aber einige Quellen deuten darauf hin, dass dies mit dem jüngsten Aufstand zusammenhängen könnte.

Die Wagner-Gruppe war an einem Aufstand gegen den Kreml beteiligt, was zu Spannungen zwischen dieser Gruppe und der russischen Regierung führte.

Wenn dies zutrifft, könnte Prigoschins Weigerung, neue Verträge zu unterzeichnen, ein Zeichen für tiefgreifende Meinungsverschiedenheiten zwischen Wagner und dem Kreml sein, was erhebliche Auswirkungen auf den Verlauf des Konflikts in der Ukraine haben könnte.

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