
(Patria) - Die Präsidentin der Europäischen Kommission (EK) Ursula von der Leyen hat in Breslau Hilfe in Höhe von 10 Milliarden Euro für die von katastrophalen Überschwemmungen betroffenen Länder Mitteleuropas angekündigt.
- Wir könnten 10 Milliarden Euro aus den Kohäsionsfonds für die von Überschwemmungen betroffenen Länder mobilisieren - sagte Von der Leyen in Breslau, Polen, wo sie gemeinsam mit den Premierministern Polens, der Slowakei, Tschechiens und Österreichs die überfluteten Gebiete besichtigte.
Sie betonte, dass nun alle verfügbaren Mittel genutzt werden müssten. An erster Stelle stehe der Solidaritätsfonds, der für den Wiederaufbau der Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnen, Brücken und Ähnliches verwendet werden könne.
- Aber ich denke, das wird angesichts des enormen Ausmaßes der Schäden nicht ausreichen - sagte Von der Leyen.
The EU Solidarity Fund can cover parts of the damage.
We can also use the flexibility of the existing cohesion policy rules to mobilise up to €10 billion.
And help communities in 🇵🇱🇨🇿🇸🇰🇦🇹🇷🇴 recover.
Europe stands by your side. pic.twitter.com/hE88RU8qBY— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) September 19, 2024
Die zweite Quelle seien die Kohäsionsfonds, die normalerweise unter Mitfinanzierung der Mitgliedstaaten genutzt würden. In diesem Fall würde keine nationale Kofinanzierung verlangt, und alle Mittel kämen aus dem Kohäsionsfonds, wodurch rund 10 Milliarden Euro bereitgestellt würden.
- Es ist maximale Flexibilität erforderlich, und Sie brauchen schnelle Hilfe. Daher müssen wir die Kohäsionsfonds flexibel und gezielt dort mobilisieren, wo sie am dringendsten benötigt werden.
Ich bin hier, um Sie zu versichern, dass Europa an Ihrer Seite steht. Dies ist eine Zeit der Not, eine Naturkatastrophe, in der wir zusammenstehen müssen, um die Herausforderungen zu bewältigen.
Für mich war es in gewisser Weise schmerzhaft, das Ausmaß der Zerstörung nach den Überschwemmungen zu sehen, aber ich muss auch sagen, dass es bewegend war, die enorme Solidarität unter den Menschen in Ihren Ländern zu sehen, unzählige Freiwillige, die Tag und Nacht unermüdlich helfen, um die Katastrophe zu bewältigen.
Europa steht wirklich an Ihrer Seite, und deshalb haben wir darüber gesprochen, wie wir so schnell und effizient wie möglich helfen können - fügte die EK-Präsidentin hinzu.
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