UN-Erklärung: Wie internationale Passivität und russisches Veto das Schicksal von Bosnien und Herzegowina prägen

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AutorPatria
19:52
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UN-Erklärung: Wie internationale Passivität und russisches Veto das Schicksal von Bosnien und Herzegowina prägen

Autor: A.Čorbo-Zećo

Die Erklärung des UN-Sicherheitsrates zu Bosnien und Herzegowina kann in mehreren Schlüsselkontexten betrachtet werden, aber man muss immer von der historischen Rolle der UN in Bezug auf BiH ausgehen, sowie von der aktuellen internationalen Dynamik, die Russlands Einfluss, aber auch die Rolle des OHR einschließt.

Auf der Grundlage der Erklärung können wir sehen, dass die UN, obwohl sie zum politischen Dialog aufruft, tatsächlich nicht bereit ist, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer echten Stabilisierung führen könnten. Der Aufruf zum Dialog, ohne explizite Unterstützung für Sanktionen, das Engagement des OHR oder eine stärkere EUFOR-Mission, kann als mangelnde Entschlossenheit betrachtet werden.

Dieser Aufruf zum Dialog und die Vermeidung von Konfrontationen können auch die aktuelle politische Atmosphäre innerhalb der UN widerspiegeln, wo ständige Mitglieder (insbesondere Russland, aber auch China) oft drastischere Maßnahmen blockieren.

Die UN war leider tief in die Kontroversen im Zusammenhang mit Bosnien und Herzegowina während der Aggression gegen BiH verwickelt. Obwohl die UN vor Ort präsent war, gab es erhebliche Versäumnisse beim Schutz von Zivilisten und der Aufrechterhaltung der Sicherheit. Das größte Beispiel hierfür war die Unfähigkeit, Srebrenica 1995 zu schützen.

Die UN-Truppen (UNPROFOR) waren durch restriktive Mandate und die Unfähigkeit, wirksame militärische Aktionen durchzuführen, geschwächt. Obwohl die UN diese Ereignisse nachträglich verurteilt hat, hat das Versagen der internationalen Gemeinschaft, das Massaker zu verhindern, tiefe Spuren in der Geschichte von BiH hinterlassen.

Wenn man heute aus der Perspektive der Erklärung des Sicherheitsrates betrachtet, scheint es, dass die UN weiterhin keine konkreten Maßnahmen ergreift, die zur Stabilisierung von BiH beitragen würden. Innerhalb des Sicherheitsrates gibt es immer eine große politische Kalkulation aufgrund der unterschiedlichen Interessen der ständigen Mitglieder, was zu fehlenden klaren und entschlossenen Maßnahmen in Krisensituationen führt.

Es ist kein Zufall, dass das OHR in der Erklärung des Sicherheitsrates nicht erwähnt wird. Die Rolle des OHR als Institution, die zur Überwachung der Umsetzung des Daytoner Friedensabkommens und als Garantie für die politische Stabilität von BiH eingerichtet wurde, war und ist sehr heikel. Die Unterstützung des OHR durch die UN oder den UN-Sicherheitsrat kann aufgrund politischer Meinungsverschiedenheiten zwischen den Mitgliedern des Sicherheitsrates, die oft unterschiedliche Ansichten über die Rolle der Hohen Vertreter haben, problematisch sein.

Seit den 2000er Jahren, als die internationale Gemeinschaft unter großem Druck begann, die Befugnisse des OHR zu reduzieren, war das Argument, dass BiH die Verantwortung für seine eigene Stabilität übernehmen müsse. Die jetzige Erklärung des Sicherheitsrates, die das OHR nicht erwähnt, kann als weitere Distanzierung der internationalen Gemeinschaft von direkter Intervention und Kontrolle in BiH interpretiert werden, was nur die Unsicherheit und Instabilität unterstreicht.

Daher mag die Entscheidung der UN gut sein, da die Verfassung von BiH, der Staat BiH usw. deklarativ genannt werden. Aber erinnern wir uns, dass sich auch der Flüchtige Dodik auf die Verfassung und das Daytoner Friedensabkommen beruft.

Die Erklärung des UN-Sicherheitsrates, obwohl sie formell zum Dialog und zur Wahrung des Friedens aufruft, kann als Fortsetzung der passiven Politik der UN gegenüber BiH interpretiert werden. Die UN hat es im Laufe ihrer Geschichte versäumt, gerechte Antworten auf Krisen und Aggressionen gegen BiH zu geben, und die fehlende Unterstützung für das OHR unterstreicht nur zusätzlich die Unsicherheit der internationalen Bemühungen in BiH. Russland bleibt mit seinem Vetorecht ein Schlüsselfaktor, der jegliche ernsthaftere internationale Aktion behindert, während BiH mit ernsthaften politischen Herausforderungen ohne klare internationale Unterstützung konfrontiert ist.


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