Ultramarathonläufer Miran: Von Vukovar nach Srebrenica zu laufen ist nicht körperlich anstrengend, aber jeder Schritt trägt emotionalen Schmerz

Patria
AutorPatria
20:40
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Ultramarathonläufer Miran: Von Vukovar nach Srebrenica zu laufen ist nicht körperlich anstrengend, aber jeder Schritt trägt emotionalen Schmerz

(Patria) – Unter den Tausenden, die heute nach Potočari kamen, um den Opfern des Völkermords von Srebrenica an der bosniakischen Bevölkerung im Juli 1995 zu huldigen, ist auch Miran, ein gebürtiger Brčko, der seit vielen Jahren in Wien lebt und arbeitet.

Miran wurde, wie er sagt, durch Zufall Teilnehmer des Ultramarathons Vukovar – Srebrenica 2025.

– Die Idee war, die beiden größten Leidensstätten zu verbinden – im Heimatkrieg 1991 in Vukovar und das, was sich hier 1995 leider an der Zivilbevölkerung in Srebrenica ereignet hat.

Wir versuchen auf sportliche Weise in Form dieses Ultramarathons all diesen unschuldigen Opfern zu ehren. Wir versuchen, dass diese Botschaft in jedes Zuhause, in jeden Verstand gelangt – sagt Miran im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Patria.

Er betont, dass das, was sie tun, durchaus Reaktionen der Opfer hervorruft, sowohl der Opfer von Vukovar als auch der von Srebrenica.

– Hier, während wir auf ein Protokoll warten, werden wir ständig von Leuten angesprochen, sie möchten ständig Fotos mit uns machen, weil sie den Wert dieser unserer Aktivitäten erkannt haben.

Dies wird bereits im 14. Jahr in Folge durchgeführt. Diese Aktivitäten laufen über den Rat der bosniakischen nationalen Minderheit der Stadt Zagreb – sagt Miran.

Besonders hob er seinen Kollegen hervor, den Ultramarathonläufer und kroatischen Veteranen Duško Štrbac, der eigentlich der geistige Urheber des Ultramarathons ist.

– Er ist ein bekannter kroatischer Ultramarathonläufer, ein Mann, der Tausende und Abertausende Kilometer in den Beinen hat. Viele dieser humanitären, Gedenkläufe haben wir hinter uns – sagt Miran.

Obwohl er sich selbst als Halbprofi bezeichnet, betont er, dass der Ultramarathon Vukovar – Srebrenica für ihn körperlich am einfachsten zu laufen sei.

– Aber emotional ist er einer der schwersten, weil jeder Schritt schmerzt, denn wir alle wissen, welche Botschaft dahintersteckt, was sich dort alles ereignet hat.

Und deshalb wünschte ich, dass all diese Seiten erwachen. Ich weiß, dass es hier auch Opfer aller Nationen gibt. Die Botschaft wäre allgemein für alle – dass die Welt erwacht – schloss Miran das Gespräch mit Patria.

Mirans Aussage für unser Portal sehen Sie hier.

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