
(Patria) - Die größte deutsche Gewerkschaft IG Metall hat gestern die Beschäftigten in allen Volkswagen-Werken in Deutschland zum Arbeitskampf aufgerufen.
- Am Montag werden wir in allen Werken mit Warnstreiks beginnen. Wie lange diese Streiks dauern werden, hängt davon ab, wie sich die Volkswagen-Führung am Verhandlungstisch verhält – sagte der Vertreter der IG Metall, Thorsten Groeger, in den Verhandlungen mit Volkswagen.
Groeger sagte, dies werde, falls nötig, der härteste Verhandlungsprozess sein, den Volkswagen je erlebt habe.
In der Nacht zum Sonntag lief die sogenannte Waffenstillstandsperiode aus, während der sich die IG Metall von Streikaufrufen zurückhielt.
Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung, die jedoch nicht an die Arbeitnehmer ausgezahlt, sondern in einen Sonderfonds eingezahlt würde, aus dem Lohnkürzungen bei angekündigten Arbeitszeitverkürzungen finanziert würden.
Die IG Metall fordert außerdem Garantien, dass es keine Entlassungen geben wird.
Die Volkswagen-Führung hatte vor einigen Wochen angekündigt, dass sie aufgrund der gesunkenen Nachfrage, insbesondere nach Elektroautos, gezwungen sei, Arbeitszeitverkürzungen sowie die Schließung ganzer Werke in Deutschland einzuführen.
Neben Volkswagen stecken auch andere deutsche Automobilhersteller aufgrund der schwachen Nachfrage nach Elektroautos, in deren Produktion die Unternehmen erhebliche Mittel investiert haben, in der Krise.
Ford Deutschland kündigte letzte Woche die Entlassung von rund 3.000 Beschäftigten aus seinem zentralen europäischen Werk in Köln an.
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