
(Patria) – Der ehemalige iranische Präsident Mahmoud Ahmadinedschad, der das Land von 2005 bis 2013 regierte, wurde bei israelischen Luftangriffen getötet, berichtete The Jerusalem Post unter Berufung auf die iranische Nachrichtenagentur Labor.
Ahmadinedschad war während seiner politischen Karriere als radikaler Konservativer und offener Verfechter einer antiwestlichen Politik bekannt.
Seine Präsidentschaft war geprägt von häufigen Äußerungen, in denen er extremen Hass gegenüber Israel zum Ausdruck brachte.
Dennoch zog Ahmadinedschad die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auch mit einem unerwarteten Schritt auf sich – nach Beginn der russischen Invasion unterstützte er öffentlich die Ukraine und verurteilte die Aggression.
„Großes Volk der Ukraine, Präsident Selenskyj. Euer edler und beinahe beispielloser Widerstand hat die satanischen Pläne der Feinde der Menschheit entlarvt. Wisst, dass die große Nation Iran an eurer Seite steht und eure heldenhafte Beharrlichkeit bewundert“, schrieb Ahmadinedschad im März 2022.
Mahmoud Ahmadinedschad, der sechste Präsident der Islamischen Republik Iran, bekleidete dieses Amt ab dem 6. August 2005. Bevor er Präsident wurde, war er Bürgermeister von Teheran und Gouverneur der Provinz Ardabil.
Obwohl er Präsident war, blieb gemäß der iranischen Verfassung die mächtigste Person im Staat der Oberste Führer, Ajatollah Ali Chamenei.
Während seiner Amtszeit stärkte Ahmadinedschad die Beziehungen zu Russland, Venezuela, Syrien und den Golfstaaten, während er gleichzeitig Ziel von Kritik der Vereinigten Staaten und Israels war.
Im Zentrum internationaler Spannungen stand das iranische Atomprogramm, das Ahmadinedschad als friedlich und notwendig zur Deckung des wachsenden Energiebedarfs des Landes beschrieb.
Deshalb weigerte sich der Iran, die Urananreicherung trotz entsprechender Resolutionen der Vereinten Nationen einzustellen.
Er behauptete, die dem Iran auferlegten westlichen Sanktionen seien illegal, und betonte, dass sich das Land weiterhin an die Regeln der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) halten werde.
Ahmadinedschad rief zur Auflösung des Staates Israel auf, von dem er sagte, sein Platz sei in Europa, und setzte sich für die Abhaltung freier Wahlen im Nahen Osten ein.
Er unterstützte nachdrücklich die Rechte der Palästinenser und betonte, dass diese in demokratischen Wahlen selbst über ihr Schicksal entscheiden sollten.
Im Inland leitete Ahmadinedschads Regierung einen Plan zur Rationalisierung des Gasverbrauchs ein, um die staatlichen Ölausgaben zu senken.
Außerdem führte er Maßnahmen zur Senkung der Zinssätze ein, die private und staatliche Banken ihren Kunden in Rechnung stellen durften.
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