
(Patria) - Der neu gewählte US-Präsident Donald Trump sagte am Sonntag, er werde eine neue Werbekampagne gegen Drogen starten, um die körperlichen Auswirkungen des Konsums von Drogen wie Fentanyl zu zeigen, und wiederholte seine Drohung, mexikanische Drogenkartelle zu terroristischen Organisationen zu erklären, berichtete Reuters.
„Wir werden Werbung machen, wie schlecht Drogen für euch sind. Sie ruinieren euer Aussehen, ruinieren euer Gesicht, ruinieren eure Haut, ruinieren eure Zähne“, sagte Trump auf einer Konferenz der konservativen Gruppe Turning Point in Phoenix, Arizona.
Trump machte nur wenige konkrete Angaben zu der Werbekampagne, die er offenbar zuvor nicht erwähnt hatte und die er mit der Führung eines politischen Wahlkampfs verglich. Er sagte, seine Regierung werde „viel Geld“ für das Programm ausgeben, aber es werde sich um eine „relativ sehr kleine Summe“ handeln.
Trumps Plan erinnert an die Anti-Drogen-Kampagne „Just Say No“, die in den 1980er Jahren von der ehemaligen republikanischen First Lady Nancy Reagan geführt wurde, um junge Amerikaner zu ermutigen, Drogen abzulehnen. Es wird prognostiziert, dass in diesem Jahr zwischen 50.000 und 60.000 Amerikaner an einer Überdosis synthetischer Opioide sterben werden, die meisten davon durch den Konsum von Fentanyl oder verwandten Drogen.
Die Fentanyl-Krise war ein großes Thema in Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2024, obwohl sich die Todesfälle durch synthetische Opioide unter seiner Regierung von 2017 bis 2021 mehr als verdoppelt haben.
Trump erneuerte am Sonntag auch sein Wahlversprechen, mexikanische Drogenkartelle zu terroristischen Gruppen zu erklären.
„Ich werde die Kartelle sofort als ausländische terroristische Organisationen einstufen“, sagte er.
Während seiner Amtszeit im Jahr 2019 hatte Trump einen solchen Plan auf Bitten des damaligen mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador zurückgestellt, der sagte, er wolle die Zusammenarbeit der USA im Kampf gegen die Drogenbanden, nicht aber eine Intervention.
Einige US-Beamte äußerten zudem privat Bedenken, dass eine solche Maßnahme die Beziehungen zu Mexiko schädigen und den Kampf der mexikanischen Regierung gegen den Drogenhandel behindern könnte.
Trumps offizielle Wahlplattform besagt, dass er nach seiner Amtsübernahme das Pentagon anweisen werde, „Spezialkräfte, Cyberkriegsführung und andere geheime und offene Aktionen einzusetzen, um der Führung, der Infrastruktur und den Operationen der Kartelle maximalen Schaden zuzufügen“.
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