Triumph der extremen Rechten in Deutschland: Sie fordern, dass Scholz sein Mandat zur Verfügung stellt

Patria
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Podijeli:
Triumph der extremen Rechten in Deutschland: Sie fordern, dass Scholz sein Mandat zur Verfügung stellt

Die Parteien der Regierungskoalition in Deutschland, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), die Grünen und die Freie Demokratische Partei (FDP) sind die Verlierer der Europawahlen heute in Deutschland, und die rechtsextreme Alternative für Deutschland (AfD) wurde zur zweitstärksten Partei nach Stimmen und zur stärksten politischen Kraft im Osten Deutschlands.

„Der Erfolg der AfD ist ein historisches Ereignis. Im Osten Deutschlands sind wir die stärkste Kraft. Wir könnten uns keinen stärkeren Rückenwind wünschen“, sagte der stellvertretende AfD-Vorsitzende Timo Chrupalla heute Abend nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse der Europawahlen.

Die Christdemokraten auf Platz eins, die AfD auf Platz zwei

Er fügte hinzu, dass diese Ergebnisse eine starke Unterstützung für die Wahlen zu den Parlamenten in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Thüringen und Brandenburg im September seien.

Laut Hochrechnungen ist der Sieger der Europawahlen die christdemokratische Union CDU/CSU mit 30 Prozent der Stimmen, gefolgt von der AfD mit 16 Prozent. Die AfD ist in den Bundesländern, die einst zu Ostdeutschland gehörten, mit 27 Prozent die stärkste politische Kraft.

Die regierende SPD von Bundeskanzler Olaf Scholz erzielte mit 14 Prozent ein schwächeres Ergebnis als erwartet. Die Grünen sind mit 12 Prozent die größten Verlierer im Vergleich zu den Wahlen vor fünf Jahren, als sie 20 Prozent erreichten. Die ebenfalls regierende FDP erreichte fünf Prozent der Stimmen.

Die Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), die sich von der Linken abgespalten hat, erhielt 5,5 Prozent, die Linke drei Prozent der Stimmen. Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz forderte nach den heutigen Wahlen einen Wechsel der politischen Führung in Deutschland.

„Deutschland braucht einen politischen Wechsel“

„Deutschland braucht einen politischen Wechsel“, sagte Merz. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann forderte Bundeskanzler Olaf Scholz auf, sein Mandat zur Verfügung zu stellen.

„Die Partei des Kanzlers hat 14 Prozent erreicht, die Union CDU/CSU mehr als doppelt so viel. Die Regierung kann nicht weitermachen, als wäre nichts geschehen“, sagte Linnemann.

Die AfD konnte trotz sinkender Popularität aufgrund zahlreicher Skandale, in die ihre Politiker verwickelt waren, nach ersten Analysen von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Arbeit der Regierungskoalition profitieren. Sowohl die AfD als auch die BSW profitierten auch von der Überzeugung vieler Wähler, dass auch die Union CDU/CSU keinen besseren Job machen würde, wenn sie in der Regierung wäre.

Die AfD und die BSW zeichneten sich während des Wahlkampfs auch durch ihre Kritik an der Unterstützung der Bundesregierung für die Ukraine bei der Verteidigung gegen die russische Aggression aus.

Unmittelbar nach der Bekanntgabe der Ergebnisse sprachen sich die AfD-Vorsitzende Alice Weidel und die BSW-Vorsitzende Sahra Wagenknecht für den Beginn von Friedensverhandlungen in der Ukraine aus. Weidel sagte, die „Dämonisierung“ Wladimir Putins müsse aufhören, und Wagenknecht forderte ein „Einfrieren der Frontlinie“ in der Ukraine. Andere Parteien lehnen diese Vorschläge entschieden ab.

Erste Analysen zeigten, dass die AfD besonders bei jungen Wählern erfolgreich war. In der Altersgruppe der 16- bis 24-Jährigen erreichte die Partei 17 Prozent der Stimmen. Gleichzeitig schnitten die regierenden SPD und die Grünen in dieser Gruppe mit einer Unterstützung zwischen 9 und 11 Prozent schlecht ab.

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