
(Patria) - Milan Tegeltija, Berater des Präsidenten des bosnisch-herzegowinischen Entität Rs Milorad Dodik, und abgesetzter Präsident des VSTV von BiH, erhielt keine Erlaubnis aus Kroatien, die ihm die Ausübung seiner konsularischen Pflichten in diesem Land gestattet hätte.
Das Präsidium von BiH ernannte Tegeltija vor drei Monaten zum Konsul von BiH in Rijeka, doch aus Zagreb kam nie eine bestätigende Antwort.
Tegeltija steht wegen Korruption im Justizwesen auf der schwarzen Liste der USA. Derzeit ist er Berater von Milorad Dodik, dem Präsidenten des bosnisch-herzegowinischen Entität Rs.
Wahrscheinlich hoffte man in Banja Luka, als man beschloss, einen Mann aus Dodiks Struktur in der „Diplomatie“ unterzubringen, dass Präsident Milanović die Exequatur „durchdrücken“ würde. Doch zur Zeit der Parlamentswahlen in Kroatien und der großen Spannungen zwischen dem Präsidenten und der Regierung war dies einfach nicht möglich.
Die Regierung wiederum will keine Wiederholung des Skandals, den sie bereits mit den Nachwirkungen der Zusammenarbeit mit Dodik hat. Die Behörden in Kroatien haben nämlich bereits Unannehmlichkeiten mit Dodiks Firma Integral aus Laktaši, die die Schnellstraße zwischen der Sava-Brücke bei Bosanska Gradiška und der Autobahn bei Okučani baut.
Nach noch unbestätigten Informationen dürfte bald ein neuer Vorschlag zur Ernennung eines Konsuls in Rijeka den Mitgliedern des Präsidiums von BiH vorgelegt werden, und anstelle des kompromittierten Tegeltija soll Siniša Mihailović, ehemaliger Redakteur von RTRs, für die Position des Konsuls in Rijeka im benachbarten Kroatien nominiert werden.
(politicki.ba)
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