Hunderttausende Deutsche protestieren gegen AfD: „Rassismus und Hass sind keine Alternative“

Patria
AutorPatria
19:50
Podijeli:
Hunderttausende Deutsche protestieren gegen AfD: „Rassismus und Hass sind keine Alternative“

(Patria) - Mehr als 200.000 Demonstranten versammelten sich heute in München gegen Rechtsextremismus im Vorfeld der deutschen Bundestagswahl am 23. Februar, berichtet Associated Press (AP), zitiert von RSE.

Die rechtsextreme, anti-immigrantische Alternative für Deutschland (AfD) liegt in aktuellen Umfragen auf dem zweiten Platz und hat vor den Wahlen landesweit breite Demonstrationen ausgelöst.

Die Kundgebung auf dem Münchner Theresienwiese, wo jedes Jahr das Oktoberfest stattfindet, zog deutlich mehr Menschen an als erwartet, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Die Organisatoren der Veranstaltung schätzen, dass sich mehr als 320.000 Menschen versammelt haben, von denen viele Schilder gegen die AfD mit Slogans wie „Rassismus und Hass sind keine Alternative“ trugen.

Die Demonstration wurde unter anderem von Aktivistengruppen sowie dem Münchner Filmfest, Kirchen und den Münchner Fußballvereinen FC Bayern und TSV 1860 unterstützt. Die Polizei teilte der dpa mit, dass die Proteste friedlich verliefen.

Ähnliche Demonstrationen zogen heute in Hannover, Rostock und anderen Orten in Deutschland große Menschenmengen an und spiegelten andere Proteste wider, die in den letzten Wochen im ganzen Land stattgefunden hatten.

Im vergangenen Monat zischte eine riesige Menge vor dem Brandenburger Tor in Berlin, sang antifaschistische Lieder und trug Transparente, auf denen die AfD verurteilt wurde.

Aktivisten sagten, sie hofften, dass die Kundgebung auch auf andere rechtsextreme Parteien in Europa und die neue Regierung des US-Präsidenten Donald Trump aufmerksam machen würde.

Demonstranten protestierten kürzlich auch gegen Friedrich Merz, den Vorsitzenden der konservativen CDU und Favoriten bei den bevorstehenden Wahlen, und seine Christdemokraten, die letzten Monat Gesetzesvorschläge zur Verschärfung der Migrationsregeln in den Bundestag eingebracht hatten und dafür die Unterstützung der AfD erhielten.

Die Demonstranten sagen, Merz und seine Partei hätten das ungeschriebene postnazistische Versprechen aller demokratischen Parteien Deutschlands gebrochen, niemals ein Gesetz oder einen Beschluss im Parlament mit Unterstützung rechtsextremer, nationalistischer Parteien wie der AfD zu verabschieden.

Merz besteht darauf, dass seine Haltung unverändert ist und er nicht mit der AfD zusammenarbeiten wird und wird.

Die AfD wurde vor 12 Jahren gegründet und zog 2017 in den Bundestag ein. Ihre Kampagne basierte auf der Opposition gegen die Entscheidung der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel, zwei Jahre zuvor einer großen Zahl von Migranten die Einreise nach Deutschland zu gestatten.

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