Was haben die Behörden unternommen, um den Bau des Atommülllagers auf der Trgovska gora zu stoppen?

Patria
AutorPatria
07:51
Podijeli:
Was haben die Behörden unternommen, um den Bau des Atommülllagers auf der Trgovska gora zu stoppen?

(Patria) - Was haben die Behörden Bosnien und Herzegowinas unternommen, um den Bau des Atommülllagers auf der Trgovska gora, auf dem Territorium der Republik Kroatien, in der Nähe von Novi Grad, in BiH, zu stoppen?

Diese Frage steht seit Jahren im Fokus der Öffentlichkeit, aber eine konkrete Antwort gibt es nicht. Dennoch dementieren die Machthaber entschieden die Vorwürfe der Opposition, dass Leben und Gesundheit der Menschen nicht zu ihren Prioritäten gehören.

Die Gefahr durch Atommüll für 250.000 Menschen in den nächsten 300 Jahren. So könnte man in einem Satz das alte Problem der Trgovska gora an der Grenze Kroatiens zu BiH beschreiben. Dort sollte schwach- und mittelradioaktiver, hauptsächlich importierter Abfall aus dem Kernkraftwerk Krško in Slowenien gelagert werden. Die bosnisch-herzegowinischen Behörden auf allen Ebenen lehnen eine solche Lösung seit Jahren einhellig ab, aber Ergebnisse ihrer Arbeit gibt es nicht.

„Wir leben jeden Tag in Angst, aber wir hören nicht auf zu hoffen, dass jemand etwas tun wird, um die Katastrophe zu verhindern“, sagt Mario Crnković, Umweltschützer aus Novi Grad.

Trgovska gora – Mikrostandort Čerkezovac, ehemaliges Militärlager, und eine Bedrohung für 13 Gemeinden im Einzugsgebiet der Una. Darauf, dass nichts oder fast nichts getan wurde, um Leben und Gesundheit der Bürger zu schützen, machte die Opposition während der aktuellen Stunde in der Nationalversammlung der RS aufmerksam. Der zuständige Minister teilt jedoch nicht die Meinung, dass es sich „nur um eine weitere Trgovska gora all unserer Absurditäten“ handelt.

„Wir tun alles, was in unserer Macht steht, aber Sie müssen wissen, dass dies ein sehr komplexes Problem ist“, betont Bojan Vipotnik, Minister für Raumordnung, Bauwesen und Ökologie der RS.

Die Fachwelt, die sich aktiv mit dem offensichtlichen Problem im Einzugsgebiet der Una befasst, hat dennoch keine optimistischen Äußerungen in der Öffentlichkeit.

„Wir waren mehrfach zu Gesprächen mit der kroatischen Seite. Die Fachwelt ist sich einig, dass dies ein großes Problem und eine Gefahr darstellt. Aber das sind menschliche Überlegungen. Ich fürchte, hier geht es um Politik“, sagt Neđo Đurić, Mitglied des Expertenteams von BiH.

Nur durch ein Urteil des Internationalen Gerichtshofs zugunsten von BiH, da sind sich Rechtsexperten einig, könnte der Bau des Lagers und die Einlagerung von Atommüll an der Grenze von BiH zu Kroatien gestoppt werden, wodurch die Umwelt geschützt und die Gesundheit der heutigen und zukünftigen Generationen bewahrt würde.

(BHRT)

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