
(Patria) - Die Gewerkschaft der Staatlichen Ermittlungs- und Schutzbehörde (SIPA) und die Gewerkschaft des Amtes für Ausländerangelegenheiten (SPS) haben einen dringenden Appell gestartet und um Unterstützung der ITUC (Internationaler Gewerkschaftsbund) und des CESP (Europäischer Rat der Polizeigewerkschaften) gebeten, um ihre Besorgnis über die bedrohten Rechte der Beschäftigten in den Institutionen von Bosnien und Herzegowina auszudrücken.
In ihrem Schreiben informieren sie über systematische Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte in den Institutionen von Bosnien und Herzegowina.
"Sehr geehrtes Sekretariat der ITUC/CESP,
wir wenden uns dringend im Namen von zwei unabhängigen Gewerkschaften auf staatlicher Ebene in Bosnien und Herzegowina an Sie: der Gewerkschaft der Staatlichen Ermittlungs- und Schutzbehörde (SIPA) und der Gewerkschaft des Amtes für Ausländerangelegenheiten.
Obwohl wir derzeit keine Mitglieder der ITUC sind, wenden wir uns mit einer dringenden und unmittelbaren Bitte um Solidarität und internationale Unterstützung an Sie, da die Arbeitnehmerrechte in den staatlichen Institutionen von Bosnien und Herzegowina systematisch und schwerwiegend verletzt werden.
Zusammenfassung der Situation:
Trotz der formellen Entscheidung des Ministerrates von Bosnien und Herzegowina zur Erhöhung der Gehaltsbasis für Beschäftigte in staatlichen Institutionen ist deren Umsetzung an die Verabschiedung des jährlichen Staatshaushalts gebunden. Leider wurde der Haushalt für 2025 aufgrund langwieriger politischer Blockaden und Instabilität noch nicht verabschiedet, und das Fiskaljahr nähert sich seinem Ende.
Als direkte Folge davon werden 22.500 Beschäftigte in den Institutionen von Bosnien und Herzegowina – darunter Polizeibeamte, Staatsbedienstete und andere Arbeitnehmer – ihres gesetzlichen Rechts auf Gehaltserhöhung beraubt und erleiden kontinuierliche und inakzeptable Verletzungen ihrer Arbeitnehmerrechte.
Ergriffene Maßnahmen:
In den vergangenen Monaten haben wir alle verfügbaren institutionellen Mechanismen ausgeschöpft, darunter: Einreichung offizieller Anträge und Schreiben an das Präsidium von Bosnien und Herzegowina, den Ministerrat, zuständige Ministerien und das Parlament. Einreichung von Strafanzeigen gegen verantwortliche Personen. Einreichung einer Initiative beim Verfassungsgericht zur Überprüfung der Rechtmäßigkeit und Verfassungsmäßigkeit relevanter Gehaltsbestimmungen. Durchführung von Pressekonferenzen, Gerichtsverfahren und öffentlichen Warnungen.
Trotz all dieser Bemühungen gibt es keine Reaktion oder politischen Willen, dieses kritische Problem zu lösen. Die politische Situation ist tief verfahren und lässt den Arbeitnehmern keine realistische inländische Lösung.
Unsere Forderung:
Wir bitten die ITUC/CESP dringend, öffentlich und sofort einzugreifen, indem sie eine Erklärung abgibt oder die Behörden von Bosnien und Herzegowina auffordert, den Haushalt umgehend zu verabschieden und die gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber den Beschäftigten des öffentlichen Sektors zu erfüllen. Bieten Sie uns Leitlinien oder rechtliche Möglichkeiten auf internationaler Ebene (einschließlich der ILO) an, an die wir uns unverzüglich wenden können. Helfen Sie, das internationale Bewusstsein und die Sichtbarkeit dieser schweren Krise zu erhöhen, da wir mit systematischer Stille und Blockade im Inland konfrontiert sind. Wir sind bereit, auf Anfrage alle notwendigen Beweise, Kopien von Schreiben, Gerichtsakten oder andere rechtliche Unterlagen vorzulegen. Wir danken Ihnen im Voraus für Ihre dringende Solidarität und Unterstützung", heißt es in dem Schreiben.
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