
(Patria) - Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat erklärt, er sei bereit, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über eine friedliche Lösung der Situation in der Ukraine zu sprechen, berichtete TASS.
Im Bundestag sprach er sich für die Abhaltung einer Friedenskonferenz zur Ukraine unter Beteiligung Russlands aus.
„In diesem Zusammenhang glaube ich, dass wir Recht haben, wenn wir sagen, dass wir mit dem russischen Präsidenten sprechen werden“, sagte er.
Er fügte hinzu, dass es klare Prinzipien für Friedensbemühungen gebe, insbesondere dass alle möglichen Entscheidungen nicht „hinter dem Rücken der Ukraine und ohne Abstimmung mit den Partnern“ getroffen werden könnten.
Gleichzeitig hat die deutsche Regierung derzeit nichts zu einem möglichen Telefongespräch zwischen Putin und Scholz zu sagen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte, der deutsche Bundeskanzler sei jederzeit bereit, mit dem russischen Präsidenten Kontakt aufzunehmen, „wenn es angebracht ist“, aber derzeit gebe es keine solchen Pläne.
Die Zeitung Die Zeit veröffentlichte am 1. Oktober unter Berufung auf offizielle Quellen, dass Scholz plane, im Vorfeld des G20-Gipfels, der im November in Brasilien stattfinden wird, Kontakt mit Putin aufzunehmen. Sollte ein solches Gespräch zustande kommen, wäre der deutsche Bundeskanzler der erste westliche Staatschef, der seit anderthalb Jahren mit Putin kommuniziert.
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow bekräftigte am 2. Oktober, dass Putin stets bereit für einen Dialog gewesen sei und bleibe. Er erinnerte jedoch daran, dass Putin und Scholz derzeit keine gemeinsamen Gesprächsthemen hätten. Er betonte, dass sich die Beziehungen zwischen Russland und Deutschland praktisch abgekühlt hätten.
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