
(Patria) - Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat Spekulationen zurückgewiesen, dass Berlin plant, die Unterstützung für die Ukraine zu reduzieren. Er sagte dies in einem Interview mit Sat.1, Auszüge aus dem Interview wurden von der Nachrichtenagentur DPA veröffentlicht.
Scholz versprach, dass „nichts“ die deutschen Zusagen zur Unterstützung Kiews trüben könne. Er halte die Debatte darüber, ob Berlin die militärische Unterstützung Kiews reduzieren wolle, für überraschend. Er erinnerte daran, dass die deutsche Regierung plane, Kiew im nächsten Jahr vier Milliarden Euro Militärhilfe zu gewähren – mehr als jedes andere europäische Land, berichtete TASS.
Darüber hinaus wird Kiew im Rahmen einer G7-Entscheidung einen Kredit von 50 Milliarden Euro aus den Erträgen eingefrorener russischer Vermögenswerte erhalten. Dies werde es der Ukraine ermöglichen, die notwendigen Waffen zu kaufen, sagte Scholz.
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtete am 17. August, dass Deutschland die Militärhilfe für die Ukraine einschränken werde, da nach der aktuellen Haushaltsplanung keine Mittel dafür zur Verfügung stünden. Grund dafür seien Sparmaßnahmen des Bundeskanzleramtes und des Finanzministeriums.
Deutschland ist nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Waffenlieferant für die Ukraine. Berlin hat bisher Mittel für die militärische Unterstützung Kiews bereitgestellt und künftige Ausgaben in Höhe von rund 28 Milliarden Euro zugesagt. Gemäß dem Haushaltsabkommen für 2025 sollen 4 Milliarden Euro für die militärische Unterstützung der Ukraine bereitgestellt werden – die Hälfte des Betrags des laufenden Jahres.
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