Sánchez fordert die Schaffung einer EU-Armee: Nicht in 10 Jahren, sondern schon morgen

Patria
AutorPatria
10:12
Podijeli:
Sánchez fordert die Schaffung einer EU-Armee: Nicht in 10 Jahren, sondern schon morgen

(Patria) - Spanien ist bereit, sich für die Schaffung einer gemeinsamen Armee der Europäischen Union schon morgen einzusetzen, da nur so die europäischen "mittelgroßen Mächte" in der heutigen Welt an sicherheits- und verteidigungspolitischer Bedeutung gewinnen können, sagte der spanische Premierminister Pedro Sánchez.

- Wir sind bereit, auf eine gemeinsame europäische Armee hinzuarbeiten, nicht in zehn oder zwei Jahren, sondern sofort. Schon morgen, wenn ich mich so umgangssprachlich ausdrücken darf - erklärte Sánchez in Barcelona auf dem Forum European Pulse, das der Zukunft Europas gewidmet war.

Sánchez ist der Ansicht, dass die Schaffung einer gemeinsamen Armee angesichts der aktuellen Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten sowie der Spannungen in der Welt keine Wahl, sondern eine Notwendigkeit sei.

- Die Europäische Union besteht aus mittelgroßen Mächten im Bereich Verteidigung und Sicherheit, und als solche können wir nur dann von Bedeutung sein, wenn wir eine gemeinsame Armee aufbauen - meint Sánchez.

Er merkt an, dass dies notwendig sei, damit "andere" die Schwachstellen der EU-Länder in diesem Bereich nicht "ausnutzen".

Der spanische Sozialist äußerte dies angesichts des brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran sowie angesichts der Angriffe Israels auf den Libanon, während Brüssel keinen größeren Einfluss auf die dortigen Ereignisse hat.

Spanien lehnte zuvor die Forderung des US-Präsidenten Donald Trump ab, die Investitionen für den Kauf von Waffen auf fünf Prozent des BIP zu erhöhen, wie er es von allen Mitgliedern des Militärbündnisses NATO verlangt hatte.

Madrid schloss darüber hinaus seinen Luftraum für US-Flugzeuge, die an einem Angriff auf den Iran beteiligt sein könnten, und verbot über seine Häfen auch den Export von Waffen nach Israel, wobei es beide Länder beschuldigte, einen illegalen Krieg entgegen dem Völkerrecht zu führen.

Die USA und Israel kritisierten Spanien daraufhin, wobei Trump ihm im März mit Handelssanktionen drohte.

Sánchez, der im nächsten Jahr Parlamentswahlen bevorstehen, sagte gestern, dass Investitionen in die gemeinsame Verteidigung und Sicherheit der EU von Anstrengungen in anderen Bereichen begleitet werden müssten, wie z. B. Wirtschaftswachstum und die Förderung des Baus von mehr Sozialwohnungen.

Komentari (0)

Prijavite se za komentiranje

Prijava

Jos nema komentara. Budite prvi!

Minuta

Sve →

Iz drugih kategorija