
(Patria) - NATO-Generalsekretär Mark Rutte erwartet neuen Druck des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump wegen der relativ niedrigen Verteidigungsausgaben unter den europäischen Verbündeten, einschließlich Deutschlands.
- Er wird verlangen, dass wir mehr tun - sagte Rutte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.
Die NATO-Mitglieder haben sich verpflichtet, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Verteidigung auszugeben.
- Viele europäische Verbündete haben dieses Ziel erreicht. In vier bis fünf Jahren wird es jedoch Probleme mit der Abschreckung Russlands geben, wenn die Verteidigungsausgaben nicht weiter erhöht werden - so Rutte.
Er gab jedoch nicht an, ob die NATO-Verbündeten anstreben sollten, drei Prozent des BIP für die Verteidigung auszugeben oder sogar mehr.
Es wird erwartet, dass die Entscheidung über neue Ausgaben auf dem NATO-Gipfel im nächsten Juni getroffen wird.
Trump hatte im Wahlkampf gesagt, dass er eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf drei Prozent für notwendig hält. Kürzlich gab es Berichte, dass er sogar fünf Prozent fordern könnte.
Trump ist der Ansicht, dass die europäischen Verbündeten zu wenig für die Verteidigung tun und sich zu sehr auf den Schutz der USA verlassen.
In seiner ersten Amtszeit drohte er sogar damit, die USA aus der NATO zurückzuziehen, wegen der niedrigen Verteidigungsausgaben in Europa.
Deutschland hat seine Verteidigungsausgaben zuletzt deutlich erhöht, wird aber erst in diesem Jahr einen BIP-Anteil von etwa 2,1 Prozent erreichen. Die USA geben konsequent deutlich mehr als drei Prozent ihres BIP für die Verteidigung aus.
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