Russland setzt Wolodymyr Selenskyj auf Fahndungsliste

Patria
AutorPatria
18:39
Podijeli:
Russland setzt Wolodymyr Selenskyj auf Fahndungsliste

(Patria) - Das russische Innenministerium hat ein "Strafverfahren" gegen den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eingeleitet und ihn auf seine "Fahndungsliste" gesetzt, wie heute russische Staatsmedien berichteten.

Konkrete Anschuldigungen wurden nicht spezifiziert, ebenso wenig wie seit wann Selenskyj auf der Fahndungsliste steht, berichtet Current Time, ein russischsprachiges Medienprojekt, das von RSE in Zusammenarbeit mit Voice of America (VOA) betrieben wird.

Auch russische Beamte haben sich nicht dazu geäußert, warum Selenskyj auf die Fahndungsliste gesetzt wurde.

Es wurde auch bekannt gegeben, dass Russland nach dem ehemaligen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko sucht.

Selenskyj sagte letztes Jahr, er wisse, dass mindestens "fünf oder sechs" Attentatsversuche auf ihn vereitelt worden seien.

Einen Tag nachdem er Truppen in die Ukraine entsandt hatte, forderte der russische Präsident Wladimir Putin in einer Ansprache an die Nation das ukrainische Militär auf, Selenskyj zu stürzen.

Selenskyj, der die Ukraine während der russischen Invasion, die im Februar 2022 begann, anführt, reiht sich in die Liste ausländischer Beamter ein, nach denen Russland Fahndungsbefehle erlassen hat, darunter viele führende Persönlichkeiten aus Zentral- und Osteuropa.

Die russische Polizei erließ im Februar einen Haftbefehl gegen die estnische Premierministerin Kaja Kallas, den litauischen Kulturminister und Mitglieder des vorherigen lettischen Parlaments wegen der Zerstörung von Denkmälern aus der Sowjetzeit in diesen Ländern.

Russland erließ auch einen Haftbefehl gegen den Ankläger des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), der letztes Jahr einen Haftbefehl gegen Präsident Wladimir Putin wegen Kriegsverbrechen vorbereitet hatte.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag erließ im März 2023 einen Haftbefehl gegen Putin wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit der Deportation ukrainischer Kinder nach Russland, was nach internationalem Recht ein Kriegsverbrechen darstellt.

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