
(Patria) - Russland hat gestern den Militärattaché Großbritanniens, Adrian Coghill, ausgewiesen und ihm zwei Wochen Zeit gegeben, das Land zu verlassen, berichteten Medien.
Dieser Schritt Moskaus ist eine Reaktion darauf, dass London zuvor in diesem Monat einen russischen Militärattaché wegen Spionagevorwürfen ausgewiesen hatte.
In einer Erklärung des russischen Außenministeriums heißt es, ein Vertreter der britischen Botschaft sei zu einem Informationsgespräch einbestellt worden, um ihm einen „nachdrücklichen Protest im Zusammenhang mit der feindseligen und unbegründeten Entscheidung“ zur Ausweisung des russischen Militärattachés aus London mitzuteilen.
„Wir haben betont, dass wir diesen Schritt als politisch motivierte Aktion klar russophober Natur betrachten, die den bilateralen Beziehungen irreparablen Schaden zufügt“, heißt es in der Erklärung.
Großbritannien kündigte am 8. Mai mehrere Maßnahmen zur Behinderung russischer nachrichtendienstlicher Operationen im Vereinigten Königreich an, darunter die Ausweisung eines russischen Obersten, den die britische Regierung als „nicht gemeldeten Militärgeheimdienstler“ bezeichnete.
Weitere Maßnahmen umfassen die Aufhebung des diplomatischen Status für mehrere Immobilien im russischen Besitz, da angenommen wird, dass diese für nachrichtendienstliche Zwecke genutzt wurden, sowie neue Beschränkungen für russische diplomatische Visa und Besuche.
Die britische Regierung erklärte, diese Maßnahmen seien auf Strafverfahren in London zurückzuführen, die sich auf Spionage und Sabotage durch im Namen Russlands handelnde Personen beziehen.
Es werden auch Vorwürfe genannt, dass die russische Regierung geplant habe, Militärhilfe für die Ukraine in Deutschland und Polen zu sabotieren und in Bulgarien und Italien spioniert habe, zusammen mit Desinformations-Cyberaktivitäten, Luftraumverletzungen und der Störung von GPS-Signalen, um den zivilen Flugverkehr zu behindern.
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