Reservisten in der Republika Srpska, Passivität in der Föderation: Sicherheit auf Eis gelegt!

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16:10
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Reservisten in der Republika Srpska, Passivität in der Föderation: Sicherheit auf Eis gelegt!

Von: Amina Čorbo-Zećo

Ankündigungen aus der Republika Srpska über die mögliche Bildung einer sogenannten Polizeireserve werfen erneut ernste Fragen über die Sicherheitsprobleme in diesem Entität, aber auch über die chronische Passivität der probosnischen politischen Kräfte auf. Während die Behörden in der Republika Srpska seit Jahren planmäßig und systematisch parallele Sicherheitsstrukturen aufbauen, bleibt die Föderation Bosnien und Herzegowina ohne Strategie und ohne Rückgrat.

Die Reaktion des föderalen Abgeordneten der SDP, Damir Mašić, ist laut und scharf, aber auch erwartungsgemäß verspätet. Und was dann? Wo sind die konkreten Vorschläge, Gesetze, Budgets, Initiativen, die klar zeigen, dass die Föderation Bosnien und Herzegowina nicht länger nur Beobachter von Prozessen sein will, die die verfassungsmäßige Ordnung und die Sicherheit des Staates direkt gefährden?

Es lohnt sich, sich daran zu erinnern, dass die Mittlere Polizeischule, einst eine wichtige Bildungs- und Personalinstitution, längst nicht mehr existiert. An ihre Stelle werden Kadetten nun an der Polizeiakademie in Sarajevo, gelegen auf Vraca, in einem Programm ausgebildet, das nur etwa ein Jahr dauert. Dieses Modell erfüllt vielleicht formale Standards, aber es beantwortet nicht die wesentlichen Herausforderungen des Personalabbaus, der unzureichenden Ausbildung und der immer ernster werdenden Sicherheitsbedrohungen.

In der Zwischenzeit hat die Republika Srpska nicht nur die Gendarmerie gebildet, sondern bereits 2019 konkrete Schritte zur Schaffung einer Polizeireserve unternommen. Obwohl sie damals aufgrund des Drucks der internationalen Gemeinschaft davon Abstand genommen hat, ist klar, dass diese Idee nie gestorben ist, sondern nur auf den richtigen Zeitpunkt gewartet hat.

Die probosnischen Politiken agieren seit Jahren reaktiv statt proaktiv. Es fehlt eine umfassende Vision der inneren Sicherheit, des Aufbaus professioneller und widerstandsfähiger Institutionen und, was am wichtigsten ist, der politischen Entschlossenheit. Während die einen Befugnisse ausweiten und Ausrüstung anhäufen, schreiben die anderen Pressemitteilungen und organisieren Pressekonferenzen.

Es ist an der Zeit, dass wir aufhören, passive Statisten in unserem eigenen Land zu sein. Ein Land verteidigt man nicht aus der Opposition oder am Mikrofon, sondern mit konkreten Gesetzen, Budgets, Bildungspolitiken und strategischer Personalbesetzung. Wenn die probosnischen Parteien ihren Ansatz nicht ändern, werden sie bald keine Institutionen mehr haben, die es zu verteidigen gäbe.

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