
(Patria) - Rettungsteams haben die Leichen von acht weiteren Menschen gefunden, die den verheerenden Überschwemmungen in Ostspanien zum Opfer fielen, womit sich die Zahl der Todesopfer in der Region Valencia auf 155 erhöht.
Die lokalen Behörden haben nicht bekannt gegeben, wie viele Personen nach der Unwetterkatastrophe, die als die tödlichste der letzten Jahre in Europa gilt, noch vermisst werden.
Die spanische Verteidigungsministerin Margarita Robles erklärte, dass befürchtet werde, die Zahl der Opfer könne höher sein als derzeit bekannt.
Lokale Beamte kritisierten die Zentralregierung wegen ihrer Reaktion auf die Überschwemmungen und behaupteten, die Zahl der Todesopfer wäre geringer gewesen, wenn die Bürger rechtzeitig gewarnt worden wären.
Meteorologen teilten mit, dass es am Dienstag, als die Überschwemmungen eintraten, in Teilen Valencias innerhalb von acht Stunden so viel geregnet habe wie sonst in einem Jahr.
Die Infrastruktur Valencias wurde schwer beschädigt, das Wasser riss Brücken, Straßen und Eisenbahnlinien mit sich, und auch landwirtschaftliche Flächen in dem Land, das weltweit führender Orangenexporteur ist, wurden überflutet.
Tausende Bürger machten sich über eine Fußgängerbrücke über den Fluss Turia auf den Weg ins Zentrum von Valencia, um sich mit lebensnotwendigen Gütern wie Wasser und Toilettenpapier zu versorgen.
Schätzungsweise 1.200 Menschen sind weiterhin in verschiedenen Abschnitten der Autobahn in Valencia eingeschlossen, während etwa 5.000 Fahrzeuge aufgrund des heranströmenden Wassers blockiert sind.
Rettungsteams untersuchen die Wracks von Fahrzeugen, die im Schlamm neben den Straßen stecken geblieben sind, und Fernsehaufnahmen zeigen, dass auch schwere Maschinen eingesetzt werden, um die Trümmer von den Straßen zu räumen.
Anwohner beschrieben, dass sie Menschen sahen, die auf die Dächer ihrer Autos kletterten, während die braune Flut durch die Straßen strömte, Bäume entwurzelte und Mauerteile von Gebäuden riss.
Spanien hat heute eine weitere Sturmwarnung für Teile der Region Valencia herausgegeben.
Die staatliche Wetterbehörde AEMET hat unterdessen die höchste Alarmstufe für die Provinz Castellón ausgerufen.
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