
(Patria) - Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes der Föderation Bosnien und Herzegowina (FBiH), Adnan Smailbegović, hat in den letzten Tagen an zahlreichen Treffen mit Wirtschaftsvertretern im ganzen Land teilgenommen.
Bei den Treffen, die mehr als 500 Vertreter verschiedener Wirtschaftssektoren versammelten, wurde über die Schädlichkeit der Entscheidung der Regierung der FBiH zum Mindestlohn für das Jahr 2025 diskutiert, die bei den Wirtschaftsvertretern Schock und Besorgnis ausgelöst hat.
Die Öffentlichkeit ist bereits mit den sehr wahrscheinlichen Folgen dieser Entscheidung vertraut, darunter die Möglichkeit von Massenentlassungen, eine Verringerung der Zahl neuer Arbeitsplätze und der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft sowie die Schließung oder Verlagerung von Unternehmen und Produktionsstätten in die Republika Srpska (RS) oder sogar in Nachbarländer.
Worüber jedoch nicht gesprochen wird, was aber von entscheidender Bedeutung für die Zukunft der Wirtschaft in der FBiH ist, ist die Tatsache, dass Wirtschaftsvertreter bereits weitgehend einen Stopp neuer Investitionen und eine Reduzierung bestehender Investitionen ankündigen.
Ein Investitionsstopp bedeutet eine Stagnation der Wirtschaft, eine Verringerung der Wettbewerbsfähigkeit, die Unmöglichkeit, neue Arbeitsplätze zu schaffen, eine Verringerung der Chancen für Innovationen und Fortschritt in der Industrie sowie eine Verringerung der Attraktivität der FBiH als Ziel für ausländische Investoren.
Wenn nicht dringend Reformschritte im Geschäftsumfeld unternommen werden, könnte die FBiH in eine Position des wirtschaftlichen Stillstands geraten, und die Folgen werden sich nicht nur in der Geschäftswelt, sondern auch im Alltag aller Bürger bemerkbar machen, da die wirtschaftliche Stagnation zu einem Rückgang des Lebensstandards, einem Rückgang der Staatseinnahmen führt und den Zugang zu sozialen Dienstleistungen erschwert.
Die Wirtschaftsvertreter betonen die Bedeutung einer Betrachtung der aktuellen Situation und der möglichen Folgen und rufen zu einem offenen und fachlichen Dialog auf. Die erste Gelegenheit für einen gemeinsamen Dialog ist die auf Initiative des Arbeitgeberverbandes der FBiH für Anfang nächster Woche anberaumte Sitzung des Wirtschafts- und Sozialrates.
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