
(Patria) - Der Landeshauptmann des österreichischen Bundeslandes Kärnten, Peter Kaiser, beharrt auf einem weiteren Verbot der jährlichen Kundgebung auf dem Lojbachfeld.
"Wir brauchen keine rechtsextremen Geschichtsrevisionisten, die versuchen, dunkle Kapitel der Geschichte anders zu deuten und zu rehabilitieren", erklärte Kaiser.
Damit reagierte Kaiser auf eine Erklärung des Ehrenzugs von Bleiburg, wonach dieser Beschwerde gegen das Versammlungsverbot beim österreichischen Verfassungsgerichtshof eingelegt habe.
In seiner Erklärung erläuterte er, warum er auf dem Verbot der Kundgebung auf dem Lojbachfeld beharrt.
"Österreich und insbesondere Kärnten haben sich von dieser Kundgebung, bekannt als die größte rechtsextreme Versammlung Europas, nach jahreasngem gesellschaftlichem und politischem Engagement, unter anderem auf meine Initiative hin, zu Recht getrennt. Das war ein wichtiger und richtiger Schritt", meint Kaiser.
Weiter erklärte er, dass die Ustascha, wie auch der Nationalsozialismus, ein Regime gewesen sei, das von "Hass, Verfolgung, Terror und Mord" geprägt war.
"Jeder Versuch, diese Ideologie zu relativieren oder gar zu glorifizieren, ist nicht nur ein Schlag ins Gesicht der Opfer, sondern auch ein gefährlicher Angriff auf unsere grundlegenden demokratischen Werte", fügte Kaiser hinzu.
Kaisers Meinung teilen auch die Initiative Team Kärnten sowie die Partei Die Grünen in diesem Bundesland.
- Was sich auf und rund um die sogenannte Gedenkfeier auf dem Lojbachfeld Jahr für Jahr abspielte, ist ein direkter Schlag gegen den Österreichischen Staatsvertrag und widerspricht offen den Grundwerten unserer Republik – sagte die Sprecherin der Grünen in Kärnten, Olga Voglauer.
Der Ehrenzug von Bleiburg hat nach eigenen Angaben Beschwerde beim österreichischen Verfassungsgerichtshof gegen das Versammlungsverbot eingelegt.
Der innenpolitische Ausschuss des österreichischen Parlaments hatte auf Empfehlung der Kommission des Innenministeriums die jährliche Kundgebung in Bleiburg im Jahr 2022 verboten.
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