
(Patria) - Polizeibeamte der Polizeidirektion des Innenministeriums des Kantons Sarajevo durchsuchen Wohnobjekte sowie die Büros des Ministeriums für Wissenschaft, Hochschulbildung und Jugend des Kantons Sarajevo im Regierungsgebäude.
Vor dem Regierungsgebäude des Kantons Sarajevo stehen drei Polizeitransporter, und die Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo ermittelt wegen des Verdachts auf unrechtmäßige Einstellungen gegen Ministerin Adna Mesihović und ihre Assistentin Dženita Viteškić.
Die Nachrichtenagentur Patria hat mehrfach über Ministerin Mesihović und die Bevorzugung von Parteikollegen berichtet. So engagierte sie im November 2023 Arijana Turković auf Werkvertragsbasis im Ministerium, die bei einem Anfang dieses Jahres durchgeführten Auswahlverfahren den ersten Platz belegte. Der letzte im Vertragsregister des Amtes für Korruptionsbekämpfung verfügbare Werkvertrag stammt vom März 2025. Monatlich wurde ein Betrag von 1.500 KM ausgezahlt. Übrigens hat Ministerin Mesihović mehrere Personen auf Werkvertragsbasis beschäftigt.
In der Kommission, die das Auswahlverfahren durchführte, saß Dženita Viteškić, und alle drei stammen aus der Bewegung „Für neue Generationen“, die von Damir Marjanović, dem aktuellen Abgeordneten im Parlament des Kantons Sarajevo, gegründet wurde.
Übrigens versuchte Ministerin Mesihović auch, die Wahl des Rektors der Universität Sarajevo, Tarik Zaimović, anzufechten; ein Gerichtsverfahren läuft. Das Gericht erließ eine einstweilige Verfügung, die es Zaimović erlaubt, alle Aktivitäten bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens auszuüben. Zudem wurde er erst nach mehreren Monaten in das Handelsregister eingetragen, und Ministerin Mesihović stoppte im Dezember die Gehaltszahlungen für rund 2.700 Beschäftigte der Universität Sarajevo.
Über die Arbeit von Mesihović beschwerten sich auch Studierende, und eine ihrer letzten Entscheidungen betrifft das Studierendenparlament der Universität Sarajevo, das sie aus dem Register der Studierendenvereinigungen gestrichen hat. Übrigens hat das Studierendenparlament seine Vertreter im Senat der Universität Sarajevo.


Polizei vor dem Regierungsgebäude des Kantons Sarajevo
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