
(Patria) - Die japanischen Behörden haben auf Grundlage der Aufzeichnungen der Flugkontrolle mitgeteilt, dass das Passagierflugzeug, das vorgestern am Flughafen Tokio mit einem Flugzeug der Küstenwache kollidierte, eine Landeerlaubnis erhalten hatte, das kleinere Flugzeug jedoch keine Starterlaubnis bekam.
Die Maschine von Japan Airlines kollidierte am Dienstag bei der Landung mit einem Flugzeug der Küstenwache, woraufhin beide in Flammen aufgingen.
Allen 379 Passagieren des Passagier-Airbus A350 gelang die Flucht aus der brennenden Maschine ohne größere Verletzungen, jedoch kamen fünf Insassen des Küstenwachenflugzeugs De Havilland Dash-8 ums Leben.
Nur der Kapitän überlebte, er erlitt schwere Verletzungen. Der Brand des Airbus wurde erst acht Stunden nach dem Zusammenstoß gelöscht.
Das japanische Verkehrssicherheitsamt (JTSB), die für schwere Unfälle mit Flugzeugen, Schiffen und Zügen zuständige Regierungsbehörde, hat mit der Untersuchung der ausgebrannten Wracks begonnen, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
Da die Ermittlungen gerade erst begonnen haben, ist noch nicht bekannt, wie beide Flugzeuge auf derselben Landebahn landeten.
Experten zufolge kommt es zu einem solchen Unfall nur bei mehreren Sicherheitsversäumnissen.
Aus der Kommunikation der Flugkontrolle geht jedoch hervor, dass dem Passagierflugzeug die Landeerlaubnis erteilt wurde, während dem Flugzeug der Küstenwache das Rollen zu einem Haltepunkt in der Nähe der Landebahn gestattet wurde.
Laut JTSB wurde dem Flugzeug der Küstenwache keine Starterlaubnis erteilt.
Inzwischen ermittelt die Tokioter Polizei in einer separaten Untersuchung, ob es zu einem beruflichen Versäumnis kam und ob dies die Ursache für Tod und Verletzungen der Passagiere ist.
Das kleinere Flugzeug transportierte Hilfe für Überlebende einer Reihe verheerender Erdbeben, die Japan am ersten Tag des Jahres 2024 erschütterten, von denen das stärkste eine Stärke von 7,6 hatte. 62 Menschen kamen ums Leben.
Der japanische Premierminister Fumio Kishida versuchte gestern, die Besorgnis zu zerstreuen, dass dieser Unfall die Lieferung von Hilfe in den betroffenen Westen des Landes verzögern könnte.
Japan Airlines (JAL) erklärte, dass es bei den Ermittlungen zu diesem tragischen Vorfall vollständig kooperieren werde.
Das Unternehmen Airbus wird den Behörden ebenfalls technische Hilfe bei den Ermittlungen leisten. Das Flugzeug A350-900 war erst zwei Jahre alt.
Alle Start- und Landebahnen der verkehrsreichsten japanischen Flughäfen waren am Tag des Unfalls geschlossen, wurden aber seitdem wieder geöffnet, mit Ausnahme derjenigen, auf der sich der Zusammenstoß ereignete.
JAL strich gestern mehr als 40 Flüge ab Haneda, und auch die Fluggesellschaft All Nippon Airways strich Dutzende Flüge an diesem Flughafen.
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