
(Patria) - Meteorologen warnen, dass El Niño, das natürliche Klimaphänomen, das die Wetterbedingungen weltweit beeinflusst, offiziell begonnen hat und eine neue Welle extremer Wetterereignisse, Störungen in der Landwirtschaft und rekordverdächtig hohe Temperaturen bringen könnte.
Die US-amerikanische National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) hat mitgeteilt, dass im tropischen Teil des Pazifischen Ozeans Bedingungen registriert wurden, die für El Niño charakteristisch sind, nachdem die Meeresoberflächentemperaturen in den letzten Monaten stark angestiegen sind.
Viele Klimamodelle deuten darauf hin, dass dieses Ereignis zu einem sogenannten „Super-El-Niño“ werden könnte, also zu einem der stärksten, die seit Beginn der modernen Messungen verzeichnet wurden.
Was ist El Niño?
El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das alle zwei bis sieben Jahre auftritt und in der Regel etwa ein Jahr andauert. Während dieser Zeit kommt es zu einer Erwärmung der Oberflächengewässer im zentralen und östlichen Pazifischen Ozean, was die Niederschlagsmuster, Temperaturen und Wetterbedingungen weltweit beeinflusst.
Sein Gegenstück ist La Niña, die kühlere Phase desselben Klimazyklus.
Nach Angaben der NOAA hat die Meeresoberflächentemperatur in einem Schlüsselbereich des Pazifiks bereits die Schwelle von 0,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt überschritten, was als offizieller Beginn von El Niño gilt.
Fueled by unusually warm ocean waters in the tropical Pacific, El Niño conditions are developing and are set to influence global temperature and rainfall patterns.
— World Meteorological Organization (@WMO) June 4, 2026
Here's what you need to know. pic.twitter.com/VpymBUZLy5
Besondere Aufmerksamkeit von Wissenschaftlern erregen die Prognosen, die auf eine außergewöhnliche Stärke dieses Phänomens hindeuten.
Ein starker El Niño wird definiert, wenn die Meerestemperatur den Durchschnitt um mehr als 1,5 Grad übersteigt, während Werte über zwei Grad als sehr starkes Ereignis gelten.
Laut der neuesten Prognose der NOAA besteht eine Wahrscheinlichkeit von 63 Prozent, dass El Niño zwischen November und Januar zu einem der stärksten jemals verzeichneten wird.
Die stärksten El-Niño-Ereignisse der modernen Geschichte ereigneten sich in den Jahren 1982/83, 1997/98 und 2015/16.
Einige amerikanische und europäische Wettermodelle sagen sogar voraus, dass die Temperaturen im tropischen Pazifik bis zum Jahresende mehr als drei Grad über dem Durchschnitt liegen könnten.
El Niño is born! Destined to be the biggest in 150 years +??
— Jeff Berardelli (@WeatherProf) June 11, 2026
NOAA declares: El Niño Advisory
This morning conditions in the Eastern Pacific met the criteria for El Niño. This means Sea Surface Temps reached a certain level above normal, and the ocean and atmosphere “coupled”… pic.twitter.com/PVEznho0KR
Wissenschaftler warnen, dass dieser El Niño zu einem Zeitpunkt auftritt, an dem der Planet durch vom Menschen verursachte Klimaveränderungen bereits erheblich erwärmt ist.
„Wir müssen uns ernsthaft um die Folgen sorgen. Der aktuelle El Niño kommt zu einer erheblichen globalen Erwärmung hinzu, was bedeutet, dass die Temperaturen in den betroffenen Regionen bisher unerreichte Werte erreichen könnten“, sagte Professor Adam Scaife vom britischen Wetterdienst Met Office, wie die BBC berichtet.
Ein sehr starker El Niño erhöht die durchschnittliche globale Lufttemperatur normalerweise um etwa 0,2 Grad Celsius, indem er Wärme aus dem Ozean in die Atmosphäre freisetzt.
Experten gehen davon aus, dass gerade das Jahr 2027 ein neuer Kandidat für das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden könnte.
Wo werden die Auswirkungen am stärksten sein?
Obwohl keine zwei El-Niño-Ereignisse völlig identisch sind, wiederholen sich bestimmte Muster regelmäßig.
Überschwemmungen sind im nördlichen Peru und im südlichen Ecuador häufig, und ein erhöhtes Risiko starker Niederschläge besteht auch in Teilen Ostafrikas, Zentralasiens und des Südens der Vereinigten Staaten.
Gleichzeitig steigt die Gefahr von Dürren und Waldbränden in Australien, Indonesien und nördlichen Teilen Südamerikas, was die Landwirtschaft und die globale Nahrungsmittelversorgung ernsthaft beeinträchtigen kann.
Komentari (0)
Prijavite se za komentiranje
PrijavaJos nema komentara. Budite prvi!
Minuta
Sve →Iz drugih kategorija

Hoher Repräsentant nicht gewählt: Deutsche, Franzosen und Briten gegen Amerikaner, neuer Versuch Ende Juni

ČOVIĆ OHNE GNADE Wie diejenigen, die Ademović ins Amt brachten, ihm eine politische Hölle bereiteten




Sonniger Samstag, es wird recht warm




Tragödie im albanischen Ferienort: Zwei Minderjährige ertrunken













