Deutscher Kanzler kündigt neue Waffenlieferungen an Israel an

Patria
AutorPatria
08:33
Podijeli:
Deutscher Kanzler kündigt neue Waffenlieferungen an Israel an

(Patria) - Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat neue Lieferungen deutscher Waffen an Israel angekündigt und sich damit dem französischen Präsidenten widersetzt, der gefordert hatte, keine Waffen zu liefern, wenn sie im Krieg in Gaza eingesetzt werden.

- Wir haben in der Regierung Entscheidungen getroffen, die weitere baldige Lieferungen sicherstellen werden - sagte Scholz im Abgeordnetenhaus während einer Gedenkdebatte über den Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023.

- Wir haben nicht beschlossen, keine Waffen zu liefern - fügte Scholz hinzu und reagierte damit auf Vorwürfe der konservativen Opposition, die auf eine monatelange Unterbrechung der Lieferungen und "Risse in der deutschen Solidarität" mit Israel hingewiesen hatte.

- Wir haben Waffen geliefert und werden Waffen liefern - sagte Scholz erneut, ohne Art, Menge oder Zweck der Waffen zu präzisieren.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte kürzlich gefordert, die Lieferung von in Gaza eingesetzten Waffen an Israel einzustellen, was die Wut des israelischen Premierministers und eine gewisse Vorsicht in Berlin, einem traditionellen Freund Israels, hervorrief.

- Macrons Äußerungen haben in Deutschland große Überraschung und Unbehagen ausgelöst - sagte die deutsche Politikwissenschaftlerin und Expertin für internationale Beziehungen Daniela Schwarzer von der Bertelsmann Stiftung diese Woche bei einem Treffen mit ausländischen Journalisten in Berlin.

- Wir sehen eine neue Aussage von Macron, die große Spannungen erzeugt hat, die aus deutscher Sicht sehr schwer zu überwinden sein werden - sagte Schwarzer.

- Die Bundesregierung lehnt seit Wochen und Monaten Exportgenehmigungen für die Lieferung von Munition und sogar für Ersatzteile für Panzer nach Israel ab - kritisierte der Chef der deutschen konservativen Opposition, Friedrich Merz, im Bundestag die Regierung.

Israel ist an mehreren Fronten im Krieg gegen die Hamas im Gazastreifen und gegen die Hisbollah im Libanon engagiert, wo es seit Montag auch Bodenoperationen durchführt.

Der Staat Israel droht auch mit einer Reaktion auf den großen Raketenangriff aus dem Iran, der am vergangenen Dienstag stattfand, berichtet Hina.

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