
(Patria) - Die Äußerungen des Präsidenten der Republika Srpska, Herrn Dodik, gegen den Hohen Repräsentanten sind völlig inakzeptabel. Die Anordnung, den Hohen Repräsentanten zu verhaften, wäre rechtswidrig und würde einen Verstoß gegen das Dayton-Friedensabkommen darstellen, heißt es in einer Erklärung des Sprechers der deutschen Bundesregierung.
"Das Dayton-Abkommen leistet seit fast drei Jahrzehnten einen bedeutenden Beitrag zur Wahrung des Friedens in Bosnien und Herzegowina. Die Wahrung dieser Friedensordnung ist die zentrale Aufgabe des Hohen Repräsentanten. Dabei hat er auch die volle Unterstützung der deutschen Bundesregierung. Der Sonderbeauftragte der deutschen Bundesregierung für die Länder des Westbalkans, Manuel Sarrazin, war gerade in Bosnien und Herzegowina und hat Herrn Dodik in einem Gespräch noch einmal sehr deutlich unsere Position übermittelt.
Die Fortsetzung der sezessionistischen Politik des Präsidenten der Republika Srpska schadet den Menschen im Land am meisten. Das hat auch Konsequenzen. Vor einigen Wochen hat sich die Bundesregierung für die schrittweise Einstellung von vier großen Infrastrukturprojekten und damit für deren sukzessive Beendigung entschieden. Auch von Seiten der Europäischen Kommission kam es zur Streichung von Fördermitteln.
Die Bundesregierung verhängt keine Sanktionen auf nationaler Ebene. Dabei handelt es sich um einstimmige Entscheidungen auf Ebene der Europäischen Union", teilte die Bundesregierung mit.
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