
(Patria) - Tausende Menschen im Ruhrgebiet im westdeutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen bildeten gestern eine Menschenkette, um sich für Vielfalt und Zusammenhalt einzusetzen.
Zehntausende Menschen gehen seit Wochen in ganz Deutschland auf die Straße, um gegen Rechtsextremismus zu protestieren.
Unter dem Motto „Zusammenhalt für Demokratie und Menschlichkeit“ schlossen sich laut Veranstalterangaben und unter Berufung auf Polizeiquellen rund 5.000 Demonstranten den Protesten in den Städten Herne und Bochum an.
Auch wenn sich hier und da eine Lücke in der kilometerlangen Kette zwischen den Rathäusern beider Städte zeigte, waren andere Bereiche laut Veranstalter besonders gut besucht.
Auch die Oberbürgermeister von Bochum, Thomas Eiskirch, und Herne, Frank Dudda, nahmen an den Protesten teil.
Die Initiative wurde von Hilfsorganisationen der Städte des Ruhrgebiets organisiert. Laut ihnen ist der Protest auch ein Zeichen gegen „menschenverachtende Pläne der AfD und anderer rechtsextremer Kreise, Millionen von Menschen, die in Deutschland leben, auszuweisen.“
Es geht um geheime Pläne zur Massenabschiebung von Migranten, über die bei Treffen von AfD-Mitgliedern und bekannten Rechtsextremisten gesprochen wurde.
Auslöser der bundesweiten Proteste war ein Bericht des Recherchemediums Correctiv über ein Treffen am 25. November in Potsdam. Dort trafen sich neben AfD-Mitgliedern auch einige CDU-Mitglieder und die erzkonservative Werteunion.
Die Protestwelle kommt vor den Wahlen in den ostdeutschen Bundesländern in diesem Jahr, bei denen die AfD gute Ergebnisse erwartet. Zahlreiche Verbände von Kirchen, Gewerkschaften und Parteien beteiligten sich ebenfalls.
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