
(Patria) - Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte gestern, dass das Land seine Streitkräfte auf 203.000 Mann aufstocken könnte, während die NATO nach der russischen Invasion in der Ukraine eine Aufstockung der Truppen fordert.
Die deutschen Streitkräfte haben derzeit rund 180.000 Soldaten im Dienst, berichtet RSE.
- Wir planen, die Zahl des uniformierten Personals auf 203.000 zu erhöhen, und angesichts der NATO-Ziele gehen wir wahrscheinlich in Richtung 230.000 - sagte Pistorius im Bundestag in Berlin, berichtet Reuters.
Die NATO muss bis 2025 neue, "anspruchsvollere Ziele" für die Anzahl der Bündnistruppen und Waffen vereinbaren.
Die Nachrichtenagentur Reuters gibt an, dass die Regierung von Bundeskanzler Olaf Scholz nach der russischen Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 die Militärausgaben erhöht hat und damit zum ersten Mal seit Jahrzehnten ein Niveau erreicht hat, das den NATO-Zielen entspricht.
Laut diesen Angaben stellt sich die Frage, wie diese Ausgaben aufrechterhalten werden können. Haushaltsstreitigkeiten brachten die Dreierkoalition von Scholz zu Fall und führten zu vorgezogenen Neuwahlen in Deutschland.
Scholz verlor am 16. Dezember das Vertrauen im Bundestag, was die Voraussetzungen für vorgezogene Neuwahlen in der bevölkerungsreichsten EU-Mitgliedsstaat schuf.
Der deutsche Bundeskanzler führte eine Minderheitsregierung, nachdem seine Dreierkoalition am 6. November zerbrochen war, nachdem er den Finanzminister entlassen hatte, mit dem er sich über die Revitalisierung der stagnierenden deutschen Wirtschaft gestritten hatte.
Führungskräfte mehrerer großer Parteien einigten sich daraufhin darauf, dass die Parlamentswahlen am 23. Februar 2025 stattfinden, sieben Monate früher als ursprünglich geplant.
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