
(Patria) - Die Niederlande beabsichtigen, den Ausnahmezustand auszurufen, um die Zahl der ins Land kommenden Asylsuchenden zu begrenzen, berichtet RSE.
Marjolein Faber, die rechtsorientierte Ministerin für Asyl, sagte, dass dieser Schritt der niederländischen Regierung es ermöglichen würde, Teile der bestehenden Asylgesetze "sehr schnell" auszusetzen, schreibt DPA.
Rund 40.000 Asylsuchende kommen jedes Jahr in die Niederlande, was laut Kritikern negative Auswirkungen auf den Mangel an Wohnraum im Land hat.
Die Regierung dieses Landes kann im Krisenfall dank eines königlichen Erlasses den Ausnahmezustand ausrufen, der es ihr ermöglicht, bestimmte Maßnahmen ohne Zustimmung des Parlaments zu ergreifen, wie es während der Coronavirus-Pandemie der Fall war.
Eine solche Entscheidung muss jedoch rechtlich begründet sein, und Rechtsexperten stellen die Frage, ob die Zahl der Asylsuchenden, die stabil geblieben ist, ausreicht, um eine Krise auszurufen.
Oppositionsparteien reagierten mit Empörung auf diese Ankündigung und nannten den Plan der Regierung undemokratisch. Die Opposition ist der Ansicht, dass die Wohnkrise im Land eine Folge von Sparmaßnahmen ist.
Die Reduzierung der Zahl der Asylsuchenden und Migranten ist eines der Hauptziele der neuen niederländischen Regierung, die ihr Amt im Juli angetreten hat.
Die Viererkoalition umfasst auch die Partei für die Freiheit (PVV) des populistischen Führers Geert Wilders, die die Parlamentswahlen im November 2023 gewonnen hat, erinnert DPA.
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