
(Patria) - Das Zentrum für bürgerliche Bildung (CGO) aus Montenegro und die Vereinigung für soziale Forschung und Kommunikation (UDIK) aus Bosnien und Herzegowina begrüßen die Entscheidung der Gewerkschaft der Bildung in Montenegro (SPCG), die Zusammenarbeit mit dem Rehabilitationszentrum „Vilina Vlas“ in Višegrad zu beenden und es aus dem Angebot der Reiseagentur „Prosvjeta“, deren Gründer diese Gewerkschaft ist, zu streichen.
CGO und UDIK reichten am Freitag eine Initiative beim SPCG ein, die die Beendigung dieser Zusammenarbeit forderte und darauf hinwies, dass es in Montenegro und der Region zahlreiche andere Optionen für Urlaub und Rehabilitation gibt. Die Ermöglichung erschwinglicher Urlaube, einschließlich Ratenzahlungen und kostenloser Arrangements durch die Gewerkschaft der Bildung, stellt eine wichtige Form der Unterstützung für Beschäftigte im Bildungswesen dar. Die Führung der SPCG bestätigte in einem Schreiben an CGO und UDIK sowie in einer öffentlichen Reaktion vom 27. April 2026, dass sie aufgrund günstigerer Preise im Vergleich zum montenegrinischen Markt mit dem Bad Višegrad zusammengearbeitet habe. CGO und UDIK sind jedoch der Ansicht, dass wirtschaftliche Gründe nicht über ethischen Standards stehen können und dürfen.
Wir schätzen, dass die SPCG die Ernsthaftigkeit dieser Angelegenheit erkannt und positiv auf unsere Initiative reagiert hat und in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit dem Bad „Vilina Vlas“ beendet hat.
Wir erinnern daran, dass „Vilina Vlas“ während des Krieges in Bosnien und Herzegowina ein Lager war, in dem etwa 200 bosniakische Frauen vergewaltigt wurden. Diese Tatsache begründet eine besondere Verantwortung aller Institutionen und Organisationen, die symbolische und tatsächliche Bedeutung der von ihnen gewählten Kooperationsräume zu berücksichtigen.
CGO und UDIK haben zuvor auch eine Initiative an den Renten- und Invaliditätsversicherungsfonds von Montenegro (Fond PIO) gerichtet, die die Kündigung der Zusammenarbeit mit dem Bad „Vilina Vlas“ forderte, was großes Medieninteresse in beiden Ländern hervorrief. Schließlich kündigte der Fond PIO von Montenegro diesen Vertrag.
CGO und UDIK sind der Ansicht, dass die Beendigung der Zusammenarbeit zwischen SPCG und dem Bad „Vilina Vlas“ ein wichtiger Schritt in Richtung eines verantwortungsvolleren Umgangs mit der Vergangenheit und der Achtung der Opfer ist, aber auch eine Erinnerung an die Notwendigkeit, ethische Kriterien konsequent in alle institutionellen Politiken und Programme zu integrieren.
UDIK und CGO fordern auch andere Institutionen und juristische Personen in Montenegro und Bosnien und Herzegowina auf, die „Vilina Vlas“ weiterhin für ähnliche Zwecke anbieten, solche Verträge umgehend zu kündigen.
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