
(Patria) - Ungarn hat heute die EU-Ratspräsidentschaft von Belgien übernommen, und der ungarische Premierminister Viktor Orbán erklärte, es sei an der Zeit, dass Budapest „Europa wieder groß macht“.
Orbán teilte auf der Social-Media-Plattform X mit, dass er heute an einer „sehr freudigen Zeremonie der Übergabe“ mit dem belgischen Premierminister Alexander De Croo teilgenommen habe.
- Alle freuen sich, dass wir an der Reihe sind, Europa wieder groß zu machen – sagte Orbán und spielte damit auf das Motto der sechsmonatigen ungarischen Präsäsidentschaft „Machen wir Europa wieder groß“ an.
Auf dem offiziellen Konto der ungarischen EU-Ratspräsidentschaft auf der Social-Media-Plattform X wurde Belgien für seine engagierte Arbeit während der Präsäsidentschaft gedankt.
„Wir sind bestrebt, Europa wettbewerbsfähiger, sicherer und widerstandsfähiger zu machen“, heißt es in der Erklärung der ungarischen Präsäsidentschaft.
Einer der sieben Prioritäten Budapests während der Präsäsidentschaft wird eine konsequente und leistungsorientierte Erweiterungspolitik sein, mit der Botschaft, dass die EU ohne den Beitritt des Westbalkans zu diesem Block nicht vollständig sein kann.
Neben der Erweiterung werden die Prioritäten der ungarischen Präsäsidentschaft Wettbewerbsfähigkeit, Verteidigung, illegale Migration, regionale Entwicklung, Agrarpolitik und Demografie umfassen, heißt es auf der Website der Präsäsidentschaft.
„Die EU engagiert sich seit langem für die Gewährleistung einer europäischen Perspektive für den Westbalkan, da die Gemeinschaft ohne den Beitritt dieser Region nicht vollständig sein kann. Die Integration der Region kommt der Europäischen Union in wirtschaftlicher, sicherheitspolitischer und geopolitischer Hinsicht zugute“, heißt es im Programm der ungarischen Präsäsidentschaft.
Um die Zusammenarbeit weiter auszubauen und zu vertiefen, werden die Partner zu Konsultationen sowohl im Rahmen des EU-Westbalkan-Gipfels als auch im Rahmen der Europäischen Politischen Gemeinschaft eingeladen, heißt es weiter. Die übrigen sechs Prioritäten der ungarischen Präsäsidentschaft betreffen eine neue europäische Wettbewerbsvereinbarung, die Stärkung der europäischen Verteidigungspolitik, die Verhinderung illegaler Migration, die Gestaltung der Zukunft der EU-Kohäsionspolitik, eine landwirtschaftlerorientierte EU-Agrarpolitik und die Bewältigung demografischer Herausforderungen.
Die ungarische Präsäsidentschaft fällt mit der Konstituierung der neuen Führung der europäischen Institutionen zusammen.
Ungarn wird nach Belgien die EU-Ratspräsidentschaft vom 1. Juli bis 31. Dezember innehaben.
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