
(Patria) - Der Präsident der Versammlung von RBiH, Mitglied des Kriegspräsidiums von BiH und Mitglied der DF, Miro Lazović, kommentierte auf seiner Facebook-Seite die Behauptungen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić, dass die Aufnahme des Kosovo in den Europarat und die Verabschiedung der Resolution über den Völkermord in Srebrenica eine Büchse der Pandora mit unvorhergesehenen Folgen öffnen werden.
„Wenn Vučić die Destabilisierung der Region meint, dann ist seine Drohung unbegründet. Das ist ein abgeschlossener Prozess. Heute ist eine andere Zeit. Die regionalen und geopolitischen Umstände sind anders.
Es wäre zu viel und für Serbien zu riskant, die Beziehungen in der Region ein zweites Mal zu destabilisieren.
Was Vučić wissen sollte, ist, dass mit der Aufnahme des Kosovo in den Europarat und der Verabschiedung der Resolution über Srebrenica endlich ein Schlusspunkt hinter die anachronistische und tragische großserbische Politik gesetzt wird.
Die Büchse der Pandora wurde vom Milošević-Regime in den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts geöffnet, mit tragischen Folgen für die gesamte Region. Die Folgen dieser Politik schweben immer noch über BiH, Montenegro und dem Kosovo.
Mit dieser Aussage hat Vučić vielleicht unwissentlich den Sieg der gesamten serbischen Politik seit den neunziger Jahren bis heute anerkannt. Der Kreis dieser verhängnisvollen Politik müsste endlich in Belgrad geschlossen werden, wo alles begann.
Die serbische Gesellschaft und die politische Szene müssen sich endlich ihrer eigenen Verantwortung stellen. In dieser Auseinandersetzung mit der Wahrheit hofft man, dass die anachronistische und für das serbische Volk verhängnisvolle großserbische Politik durch eine Politik der guten Nachbarschaft und einer gemeinsamen europäischen Zukunft ersetzt wird“, so Lazović.
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