Kukuruz: Amerikanische und europäische Politik gegenüber Bosnien und Herzegowina sind zutiefst falsch und heuchlerisch

Patria
AutorPatria
12:46
Podijeli:
Kukuruz: Amerikanische und europäische Politik gegenüber Bosnien und Herzegowina sind zutiefst falsch und heuchlerisch

(Patria) - Der erste, aber gleichzeitig notwendige Schritt zur Erreichung europäischer Rechtsstandards in Bosnien und Herzegowina ist die Distanzierung von der internationalen Politik, die das Dayton-Friedensabkommen geschaffen hat, mit dem diese Standards grob verletzt und verneint werden, meint der Rechtsexperte Sifet Kukuruz.

Alle Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, betont Kukuruz, seien notwendigerweise auch Urteile gegen die Schöpfer des Dayton-Friedensabkommens, gegen die Politiken, deren Repräsentanten sie waren, und letztlich gegen das Abkommen selbst.

"Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte urteilt auch über die Politiken, die die in der Verfassung von Bosnien und Herzegowina enthaltenen Lösungen geschaffen haben. Die internationale Gemeinschaft fordert heute heuchlerisch ausschließlich von den einheimischen Politikern, das zu korrigieren, was im Wesentlichen von der internationalen Politik geschaffen wurde.

Indem sie die Verfassung von Bosnien und Herzegowina so schuf, wie sie ist, hat die internationale Politik, vor allem die amerikanische und europäische, wissentlich die Europäische Menschenrechtskonvention verletzt und dabei völlig heuchlerisch die gesamte Verantwortungslast ausschließlich auf die einheimischen Politiker abgewälzt.

Das ist so, als würde ein Arzt den Patienten für die Verschlechterung seines Gesundheitszustands verantwortlich machen, obwohl der Patient nur die Medikamente eingenommen und die Therapie angewendet hat, die ihm der Arzt selbst verschrieben hat.

Würden sie im Einklang mit dem Völkerrecht handeln, würden internationale Beamte zugeben, dass mit den Urteilen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in erster Linie ihnen und ihren Politiken der Prozess gemacht wird, und sie würden alles tun, um die schädlichen Folgen ihres Handelns zu beseitigen und ihre eigene Verantwortung zu mindern.

Aber so wie der internationalen Politik 1992 die Menschenrechte und Freiheiten nicht wichtig waren, so ist es auch heute, im Jahr 2023, wenn die internationale Politik offen zeigt, dass ihr nur die natürlichen und anderen Reichtümer dieses Landes wichtig sind.

Menschenrechte und Freiheiten bleiben nur eine 'Unterhaltung für die breite Bevölkerung'. So zeigt sich, dass Imperialismus eine Konstante der internationalen Politik ist", so Kukuruz.

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