Krug 99: Der Fall „Rabbinerkonferenz“ wurde im kroatischen Medien- und Geheimdienstumfeld produziert – wir fordern eine Untersuchung

Patria
AutorPatria
16:43
Podijeli:
Krug 99: Der Fall „Rabbinerkonferenz“ wurde im kroatischen Medien- und Geheimdienstumfeld produziert – wir fordern eine Untersuchung

(Patria) – Die Assoziation unabhängiger Intellektueller Krug 99 hat sich anlässlich der Absage des Treffens der Europäischen Rabbinerkonferenz in Sarajevo geäußert.

Sie sind der Ansicht, dass endlich die Spitze des Eisbergs des hybriden Krieges gegen Bosnien und Herzegowina an die Oberfläche gekommen sei.

„Die dokumentiert produzierte ‚Information‘ im kroatischen Medien- und Geheimdienstumfeld (Kroatischer Mediendienst, Večernji list), die über bekannte ‚Sarajevoer Medien‘ vervielfältigt wurde, hat unbestreitbar die angestrebte Wirkung erzielt. Methodisch ebenso präzise wie für einen auch nur halbwegs aufmerksamen Leser, insbesondere aber für einen journalistischen Profi, durchschaubar. Die Nachricht wurde im Format einer Information lanciert, die keinen Quellenverweis enthielt, in diesem Fall auf die Europäische Rabbinerkonferenz, die zuvor nirgendwo öffentlich ein Treffen in Sarajevo angekündigt hatte.

Doch wurde hinterhältig der mutmaßliche Inhalt der Konferenz eingefügt, der den größten Grad an Empörung und Reaktion hervorrufen würde. Man wusste, dass es für Sarajevo nicht problematisch war, eine Konferenz abzuhalten, die ‚den interreligiösen Dialog weiter fördern‘ sollte. Im Gegenteil! Das war nie der Fall. Aber es ist und wird sein, dass gerade in Sarajevo ‚Unterstützung für das jüdische Volk und ihren Staat Israel in ihren schweren Zeiten aufgrund des zweijährigen Krieges in Gaza‘ bzw. ‚der Herausforderungen und Leiden, die der langwierige Konflikt in Gaza mit sich bringt‘, ausgesprochen wird. Die so konstruierte und platzierte ‚Information‘ rechnete damit, Empörung und Revolte auszulösen, was sie auch tat. Und sie würde auch bei einer großen Zahl amerikanischer Rabbiner Empörung auslösen, zum Beispiel. Zumal hervorgehoben wird, dass ‚die Wiederherstellung des jüdischen Staates, des Staates Israel, im Heiligen Land eine Manifestation der göttlichen Gnade gegenüber dem jüdischen Volk‘ darstellt, gerade zu Zeiten, in denen der israelische Völkermord und die Vertreibung des palästinensischen Volkes von allen palästinensischen Gebieten, die historisch sowohl den Palästinensern als auch den Juden gehören, unvermindert andauern.

Das Kind ist jedoch in den Brunnen gefallen, der Schaden ist kaum absehbar. Sogar größer als der verbale Aufruf der Europäischen Rabbinerkonferenz, wegen der Absage des Treffens die Integration Bosnien und Herzegowinas in die Europäische Union zu verhindern. Dennoch ist endlich die Maschinerie des hybriden Wirkens des Mediendienstes des sogenannten Herceg-Bosna ans Licht gekommen.

Deshalb fordert Krug 99 eine gründliche Untersuchung durch die zuständigen Institutionen, die für die Analyse von Formen und Methoden des hybriden Wirkens gegen Bosnien und Herzegowina befähigt sind, insbesondere durch die zuständigen Behörden, sowie die Journalistenverbände, sich in diesem Fall zu äußern. Es geht hier nicht nur um Medienanalphabetismus der Konsumenten, die auf die gut aufbereitete und platzierte geheimdienstlich-propagandistische Desinformation ‚hereingefallen‘ sind, sondern auch um Medien, die unkritisch Informationen übernehmen, bei denen die Quelle nicht angegeben wird. Und insbesondere um den begründeten Verdacht auf die Handschrift und Inspiration des Mossad, die dahintersteckt. Besonders im Kontext ihrer Politik in der weiteren Region der ‚Vergebung der schlechten Vergangenheit‘ gegenüber Kräften, die einen Teil der historischen Verantwortung für das Ausmaß des Holocaust tragen, im Austausch für neue realpolitische Bündnisse.

Die Pointierung von Dragan Čović über dieses Machwerk des hybriden Krieges gegen BiH in der Verurteilung ‚antisemitischer Handlungen bestimmter Behörden in Sarajevo, die zur Absage der Konferenz europäischer Rabbiner geführt haben‘, ist gleichzeitig eine verlässliche Spur einer bösen Absicht. Denn Semiten sind nicht nur Juden, sondern auch Palästinenser, sodass Sarajevo nicht einmal im Entferntesten antisemitisch sein kann. Umso mehr, als Čovićs Botschaft von einer politischen Option kommt, die sich mit aller Kraft gegen die Europäische Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten stellt“, schließen sie von Krug 99.

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