
(Patria) - Der Außenminister von Bosnien und Herzegowina, Elmedin Konaković, traf sich am 10. Dezember 2025 mit dem Kabinettschef der EU-Erweiterungskommissarin, Marko Makovec, sowie dem Leiter der EU-Delegation in BiH und dem EU-Sonderbeauftragten Luigi Soreca.
Im Gespräch wurden die zentralen Herausforderungen und Prioritäten auf dem europäischen Weg Bosnien und Herzegowinas erörtert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Entwicklung der Beziehungen zwischen BiH und der Europäischen Union, dem Stabilisierungs- und Assoziierungsprozess sowie den Reformprozessen, die notwendig sind, damit das Land auf dem Weg zur EU-Mitgliedschaft vorankommt.
Minister Konaković betonte, dass die Mitgliedschaft in der Europäischen Union trotz innerer Blockaden und einer Rhetorik, die das Dayton-Friedensabkommen und die verfassungsmäßige Ordnung gefährdet, das strategische Ziel und die höchste Priorität der Außenpolitik Bosnien und Herzegowinas bleibe. Besonders wies er auf die Notwendigkeit der Verabschiedung zentraler Gesetze im Einklang mit europäischen Standards sowie der Ernennung eines Chefverhandlers im Prozess der europäischen Integration hin. Er unterstrich die Bedeutung der Wahrung der Funktionsfähigkeit der Institutionen, der Achtung des Dayton-Friedensabkommens und der Sicherstellung von Stabilität, demokratischer Regierungsführung und der Souveränität des Staates.
Die Gesprächspartner waren sich einig, dass die Überwindung innerer Blockaden und die Stärkung der institutionellen Stabilität zentrale Voraussetzungen für die Fortsetzung des Reformprozesses und die Eröffnung der EU-Beitrittsverhandlungen sind. Sie bekräftigten die Bereitschaft der Europäischen Union, Bosnien und Herzegowina weiterhin bei der Stärkung der Institutionen, der Rechtsstaatlichkeit und der Durchführung von Reformen zu unterstützen, die für den europäischen Weg des Landes von entscheidender Bedeutung sind. Es wurde betont, dass die Chancen für Fortschritte nicht unbegrenzt seien, und auf die Bedeutung der Konzentration auf die verbleibenden Schritte hingewiesen, vor allem auf die Verabschiedung des Gesetzes über den Hohen Justiz- und Staatsanwaltsrat und des Gerichtsgesetzes sowie auf die Ernennung des Chefverhandlers und des Verhandlungsteams, was den Weg für den Beginn der Beitrittsverhandlungen mit der Europäischen Union ebnen wird.
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