
(Patria) - Mit der heutigen Botschaft, dass er keine Politisierung wolle und dass der Ministerrat von Bosnien und Herzegowina vorschlage, dass das Präsidium von BiH den Chefunterhändler mit der EU ernennt, hat der Vorsitzende des Präsidiums von BiH und DF-Chef Željko Komšić die Anschuldigungen des Außenministers Elmedin Konaković über angebliche Pläne zwischen der DF und der SNSD vollständig widerlegt.
Konaković hatte nämlich vor zwei Tagen erklärt, dass die DF und die SNSD einen Plan vorbereitet hätten, der nicht umgesetzt werden dürfe, wonach das gesamte Verfahren in die Hände von Željka Cvijanović gelegt würde, die, wie er ausführte, mit ihrem Vetorecht im NSRs jede Ernennung stoppen könnte, die Dodik und der SNSD nicht genehm sei.
Der Vorsitzende der NiP legte keine Beweise für diese Verschwörungstheorie vor, die er der DF und Komšić zur Last legte, wohl in der Überzeugung, dass es nur ausreiche, lautstark zu sein, um einen überzeugenden Eindruck zu hinterlassen.
Es ist nicht das erste Mal, dass Konaković sinnlos Komšić beschuldigt. Dem aufmerksamen Beobachter des europäischen Integrationsprozesses ist noch Konakovićs falsche Behauptung in Erinnerung, wonach Komšić bei einem Treffen mit dem niederländischen Premierminister Rutte im Präsidium von BiH verlangt habe, dass die EU keine Beitrittsverhandlungen mit BiH aufnehme.
Auf die gleiche Weise beschuldigte Konaković die Demokratische Front und Komšić, die SNSD und Milorad Dodik vor seiner Initiative zur Absetzung der SNSD-Kader im Ministerrat zu schützen, obwohl die Demokratische Front im Gegensatz zu den Partnern der Troika aus der HDZ für die Absetzung der SNSD-Minister im Ministerrat gestimmt hatte.
Dennoch reichten die Stimmen der DF nicht aus, um die Absetzung der SNSD-Minister tatsächlich zu erreichen, aber das hielt Konaković nicht von seinen Verleumdungen ab.
Es ist nämlich schwer, aufzuzählen, wie oft Konaković selbst durch lautes Vorbringen seiner Unwahrheiten Verwirrung in der Öffentlichkeit gestiftet hat. Der jüngste Fall jedoch hat, wie Konaković es gerne sagt, seine Anschuldigungen vollständig entlarvt.
Jetzt ist völlig klar, dass es keinen Plan der DF gibt, wonach der Vorschlag zur Ernennung des Chefunterhändlers in die Hände der SNSD gelegt wird.
Der Vorschlag für die Ernennung und das gesamte Verfahren liegen in den Händen von Konakovićs am schnellsten gebildeten Ministerrat von BiH.
Die Regierungsmehrheit, die im Ministerrat aus HDZ, Troika und SNSD besteht, ist es, die laut Verfassung und Gesetz einen Vorschlag unterbreiten soll, und das Präsidium von BiH soll die Ernennung vornehmen.
(M.T.)
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