
(Patria) - Obwohl beide Kandidaten am Dienstagabend den Sieg bei den Wahlen in Israel ausgerufen haben, meldeten drei staatliche Fernsehsender des Landes Benjamin Netanjahu als Sieger.
Sein Sieg basiert auf 97 % der ausgezählten Stimmen und war dank der großen Unterstützung, die sein zentristischer Rivale Benny Gantz von den Wählern erhielt, bis zum Schluss des Wahlprozesses ungewiss.
Zu einem Zeitpunkt riefen beide Parteien den Sieg aus.
Netanjahus rechte Likud-Partei und die Partei des ehemaligen Armeechefs Gantz, Blau-Weiß, gewannen jeweils 35 Sitze, was letztendlich 5 Sitze mehr für Likud bedeutet.
Von den bisher 97 % der ausgezählten Stimmen hat keine der kandidierenden Parteien die Regierungmehrheit erreicht.
Netanjahu (69) steht aufgrund von Korruptionsvorwürfen in drei Fällen unter großem Druck im Land.
Nach der ersten Stimmenauszählung nannte er seinen Sieg „kolossal“ und merkte an, dass die offiziellen Ergebnisse noch abgewartet werden müssten.
Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass 65 der 120 Sitze im israelischen Parlament an den von Netanjahu geführten Block der rechten Parteien gingen, während die restlichen 55 an die Mitte-Links-Gruppen gingen.
Netanjahu wäre damit in einer viel besseren Position, eine Mehrheitsregierung zu bilden, da er mit verbündeten nationalen Parteien rechter und religiöser Ausrichtung koalieren würde, während Gantz weniger potenzielle Koalitionspartner hat.
Die Endergebnisse werden am Freitag bekannt gegeben.
Sollte er gewinnen, wäre dies für Netanjahu die fünfte Amtszeit in Folge, was ihn zum am längsten amtierenden Premierminister in der Geschichte Israels machen würde.
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