
(Patria) - Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian hat seinen Sportminister angewiesen, das gegen die Fußballlegende Ali Daei verhängte Verbot aufzuheben, berichteten gestern die dem Präsidialamt nahestehenden Zeitungen Etemad.
Diese Maßnahme würde Daei die Rückkehr zum Fußball ermöglichen. Analysten meinen, dies sei ein Versuch, die politischen Proteste im Land zu beruhigen.
Daei wurde jeglicher Fußballaktivitäten verboten und die Behörden beschlagnahmten vorübergehend seinen Reisepass, weil er sich mit den Demonstranten solidarisierte, die im September 2022 landesweit nach dem Tod der iranischen Kurdin Mahsa Amini protestierten.
Amini starb im Polizeigewahrsam, nachdem sie wegen Verstoßes gegen strenge islamische Kleidungsvorschriften festgenommen worden war.
Daei lehnte jedoch in einer ersten Reaktion eine Rückkehr zum Fußball ab und sagte: „Ich bin nicht interessiert.“
Laut Medienberichten wurde er sogar als Kandidat für das Amt des Präsidenten des iranischen Fußballverbandes in Betracht gezogen, lehnte dieses Angebot jedoch ab.
Daei spielte zwischen 1997 und 2002 in Deutschland für Arminia Bielefeld, Bayern München und Hertha Berlin.
Mit 149 Einsätzen ist er der Spieler mit den meisten Spielen für die iranische Nationalmannschaft und der drittbeste Torschütze in Länderspielen (109), hinter dem Portugiesen Cristiano Ronaldo (135) und dem Argentinier Lionel Messi (112).
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