Kroatischer Kapitän in der Türkei zu 30 Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig)

Patria
AutorPatria
20:53
Podijeli:
Kroatischer Kapitän in der Türkei zu 30 Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig)

(Patria) - Der kroatische Seemann, Kapitän Marko Bekavac, der in der Türkei wegen Kokainschmuggels angeklagt wurde, nachdem letztes Jahr auf seinem Schiff "Phoenician M" im türkischen Hafen Eregli Kokain gefunden wurde, sowie der Erste Offizier des Schiffes wurden jeweils zu 30 Jahren Haft verurteilt (nicht rechtskräftig) und bleiben im türkischen Gefängnis.

Die übrigen acht Seeleute wurden von den Anklagen freigesprochen, erklärte Neven Melvan, Generalsekretär der Gewerkschaft der kroatischen Seeleute, in einem Telefoninterview mit Hina.

Er betonte, dass dies nicht der Moment für Mutlosigkeit sei, sondern dass man sich ernsthaft auf die Berufung und das Berufungsverfahren vorbereiten müsse.

Melvan fügte hinzu, dass auch in früheren ähnlichen Fällen die erstinstanzlichen Urteile drastisch gewesen seien.

An der heutigen Verhandlung nahmen auch Familienmitglieder von Kapitän Bekavac teil – seine Ehefrau und sein Bruder – sowie der kroatische Botschafter Hrvoje Cvitanović, der Geschäftsträger der Botschaft in Ankara, Mario Zadro, und Kollegen der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF).

- Wir sind alle schockiert, offenbar wird auf die Kommandoverantwortung abgezielt, da man den Kommandanten und den Ersten Offizier belangen will - sagte Melvan und fügte hinzu, dass die Urteilsbegründung nicht verlesen wurde und schriftlich zugestellt wird.

Man müsse den Rechtsstreit bis zu einem Freispruch fortsetzen, betonte er.

Kapitän Marko Bekavac wurde angeklagt, weil letztes Jahr in der Ladung seines Schiffes "Phoenician M" im türkischen Hafen Eregli Kokain gefunden wurde.

Er befindet sich seit Oktober letzten Jahres in der türkischen Untersuchungshaftanstalt in Ankara, als die Polizei auf dem Schiff, das Kohle aus Kolumbien transportierte und unter panamaischer Flagge fuhr, 137 Kilogramm Kokain fand.

Damals wurden zehn Seeleute festgenommen, sechs von den Philippinen, je einer aus Finnland, Polen und Russland sowie Bekavac, den die türkischen Behörden aufgrund der Kommandoverantwortung für verantwortlich halten.

Dem Schiff "Phoenician M" wurde die Ausfahrt mit der verbleibenden Besatzung gestattet.

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