
(Patria) – Das Kantonsgericht in Sarajevo hat die Anklage der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo gegen Jasmin Hasić wegen versuchten Mordes an Matej Živković bestätigt.
Hasić wird vorgeworfen, am 15. Februar 2022 gegen 16:45 Uhr in der Miroslava-Krleža-Straße maskiert auf Živković zugegangen zu sein und mehrere Schüsse aus einer Pistole aus nächster Nähe abgefeuert zu haben. Živković wurde dabei nicht verletzt.
Der zweite Angriff ereignete sich am 16. März desselben Jahres gegen 16:30 Uhr am selben Ort. Der Angeklagte versuchte damals, Živković mit einer schallgedämpften Pistole zu töten. Er traf ihn mit vier Kugeln im Becken- und Beinbereich. Die Verletzungen waren lebensbedrohlich.
Die Staatsanwaltschaft hat für die Hauptverhandlung die Vernehmung von 22 Zeugen, fünf Sachverständigen (darunter Forensiker, Genetiker und Chemieexperten) sowie die Vorlage von rund 150 materiellen Beweisen beantragt.
Jasmin Hasić verbüßt derzeit eine fünfjährige Haftstrafe aufgrund eines früheren Urteils wegen organisierter Kriminalität, Raubüberfalls und schweren Diebstahls, Behinderung einer Amtsperson in Ausübung ihrer Diensthandlung sowie unbefugten Abhörens und Tonaufzeichnens gemäß der Anklage der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo.
Der Erhebung der Anklage ging eine komplexe Untersuchung der Staatsanwaltschaft des Kantons Sarajevo und der Staatlichen Agentur für Ermittlungen und Schutz voraus.
Živković ist stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Wertpapiere der Föderation Bosnien und Herzegowina und Zeuge in mehreren wichtigen Verfahren im Bereich der Wirtschaftskriminalität. Er selbst hat in Medienauftritten betont, dass die Angriffe mit seiner Funktion und seinen Aussagen zusammenhängen.
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