
(Patria) - Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat erklärt, dass viele Medien vor den Kriegsverbrechen, die Israel in Gaza begeht, die Augen verschlossen haben.
Erdogan äußerte in einer Videobotschaft an die Teilnehmer des Internationalen Gipfels für strategische Kommunikation (STRATCOM) seine Zufriedenheit über die Durchführung des diesjährigen STRATCOM, der weltweit Anerkennung gefunden habe.
Der türkische Präsident betonte, dass der Gipfel zu einer Zeit stattfinde, in der sich in Gaza unbeschreibliche Tragödien ereignen.
- In Gaza herrscht seit dem 7. Oktober Grausamkeit und Blutvergießen, dort wurden alle Werte der Menschlichkeit mit Füßen getreten, sagte Erdogan und fügte hinzu, dass die Zivilisten, die Israel absichtlich tötet, nicht nur Kinder und Frauen seien, sondern auch Journalisten, die trotz aller Schwierigkeiten versuchen, die humanitäre Tragödie in Gaza der Welt zu übermitteln.
Er betonte, dass bei israelischen Angriffen bisher 60 Journalisten ums Leben gekommen seien.
- Israel, das offensichtlich Kriegsverbrechen begeht, indem es Strom und Wasser absperrt und das Volk ohne Treibstoff und Nahrung zurücklässt, versucht, Gaza vom Rest der Welt abzuschneiden, um die Verbreitung von Nachrichten über seine Unterdrückung zu verhindern. Leider fallen die internationalen Organisationen und das globale System vor dieser Brutalität durch. Der UN-Sicherheitsrat, der für die Gewährleistung des Weltfriedens und der Stabilität verantwortlich ist, ist in diesem Prozess völlig funktionsunfähig geworden, sagte Erdogan.
Er merkte an, dass die von 121 Staaten verabschiedete UN-Resolution wichtig sei, weil sie das gemeinsame Gewissen der Menschheit widerspiegele.
- Was die Krise in Gaza betrifft, so hat uns neben dem Tod von Kindern noch eine weitere Sache traurig gemacht: die voreingenommene Berichterstattung einiger internationaler Medien. Viele Medien haben vor den Kriegsverbrechen, die Israel in Gaza begeht, die Augen verschlossen. Diese Haltung hat sich auch nach der Ermordung ihrer Kollegen durch israelische Sicherheitskräfte nicht geändert.
Ich bin der Meinung, dass diese prinzipienlose Haltung nicht nur die Familien der getöteten Journalisten, sondern die gesamte Mediengemeinschaft tief verletzt hat, sagte der türkische Präsident.
Erdogan sprach darüber, wie die Türkei von Anfang an auf der Seite des palästinensischen Volkes gestanden und sich der israelischen Unterdrückung widersetzt habe, und erinnerte daran, dass sie keinen Propagandakrieg zugelassen hätten, der darauf abzielt, die Wahrheit zu zerstören oder zu verzerren.
- Wir haben über 100 Falschmeldungen aufgedeckt und die Wahrheit durch unser Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation ans Licht gebracht. Unsere Kommunikationsdirektion, die Nachrichtenagentur Anadolu und TRT haben ihre Pflichten erfüllt.
Die türkischen Medien, die rechtzeitig vor Ort berichteten, haben großen Mut bewiesen. Ich möchte allen Journalisten gratulieren, die die Wahrheit verteidigt haben, ob es sich um einheimische oder ausländische handelt. Die kritischen Ereignisse der letzten Zeit haben uns einmal mehr gezeigt, wie wichtig strategische Kommunikation ist. Wir haben gemeinsam gesehen und sehen, dass Kriege, Konflikte, Angriffe und Verteidigungen nicht nur an der Frontlinie stattfinden, betonte Erdogan.
Er unterstrich, dass ein kollektiver Kampf gegen die zerstörerischen Auswirkungen von Desinformation notwendig sei, die die Demokratie verderben und auf die Rechte und Freiheiten des Einzelnen abzielen.
- Ich halte den dritten Gipfel für strategische Kommunikation, der von unserer Kommunikationsdirektion ausgerichtet wird, für sehr wichtig. Ich hoffe, dass die Gespräche zum Thema Stabilität, Sicherheit und Solidarität im globalen Kampf gegen hybride Bedrohungen produktiv sein werden. Mit diesen Gedanken möchte ich im Voraus allen unseren Rednern und Gästen danken, die zum Gipfel beitragen werden, schloss Erdogan.
Am Freitag begann in der türkischen Metropole Istanbul ein zweitägiger Gipfel, bei dem sich die Teilnehmer mit globalen Themen aus dem Bereich der strategischen Kommunikation befassen werden. Das Thema des diesjährigen Gipfels lautet „Globaler Kampf gegen hybride Bedrohungen: Stabilität. Sicherheit. Solidarität.“
An der Veranstaltung werden mehr als 60 Redner aus dem öffentlichen und privaten Sektor, den Medien, der Wissenschaft, Denkfabriken und Nichtregierungsorganisationen aus über 30 Ländern teilnehmen. Es wird erwartet, dass 3.000 einheimische und ausländische Teilnehmer an der Veranstaltung teilnehmen, die aus 9 Panels, 9 Reden und 3 Videobotschaften bestehen wird. Es wird über viele Themen diskutiert, von der Bekämpfung hybrider Bedrohungen über digitale öffentliche Kommunikation, neue Technologien bis hin zu künstlicher Intelligenz, von humanitären Krisen bis zum internationalen Aufbau von Resilienz.
Auf dem Gipfel wird unter anderem auch über die Zusammenarbeit im globalen Kampf gegen Desinformation sowie den Kampf der Türkei gegen Desinformation gesprochen werden.
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