
Von: Amra Vrabac
Noch am Samstag, dem 12. August, bestätigte der bosnische Sicherheitsminister Nenad Nešić mehreren Medien, dass er die Initiative von Minister Sevlid Hurtić zur Ausrufung eines Trauertages im Gebiet von BiH wegen der Tragödie in Gradačac unterstützen werde. Nešić äußerte sogar sein Erstaunen darüber, warum nicht sofort eine außerordentliche Sitzung des Ministerrates von BiH beantragt wurde.
Doch dass die Politik auch bei solchen Tragödien gut verstrickt ist, demonstrierte heute gerade Nešić. Auf der heutigen außerordentlichen Sitzung äußerten weder er noch Staša Košarac sich zum Trauertag, sodass der Beschluss nicht verabschiedet wurde. Nur wenige Minuten zuvor erschien die Nachricht in den Medien, dass die Regierung der Republika Srpska einen Trauertag in der Republika Srpska ausgerufen habe und die Regierung der FBiH auffordere, dasselbe zu tun!
Und was ist seit Samstag bis heute mit Nešić passiert? Die Sache ist sehr einfach. Es kam zur Homogenisierung serbischer Kader, genau wie es Milorad Dodik am Samstag angekündigt hatte. Dodik hätte damals, wenn es überhaupt die Idee gab, einen Trauertag in der Republika Srpska auszurufen, seine Rede nicht gerade mit einem Rückblick auf die Tragödie in Gradačac beginnen können.
Diese bösartige Idee wurde gerade nach dieser Ansprache erdacht, um einmal mehr zu zeigen, dass „der Staat BiH nicht existiert“.
Da Nešić die Öffentlichkeit sehr offen belogen und die Entscheidung über den Trauertag in BiH nicht unterstützt hat, kann er kein Sicherheitsminister von BiH mehr sein. Ein Lügner wie Nešić kann keinem Bürger von BiH Sicherheit vermitteln. Wenn die Koalitionspartner Nešićs Rücktritt nicht gefordert haben, als er verlangte, dass das Wort Völkermord aus dem Dokument gestrichen wird, das er unterzeichnen sollte, was schließlich auch geschah, dann ist es jetzt höchste Zeit, dass Nešić aus dem Ministerrat von BiH ausscheidet.
Ein Mann, der Studentinnen unterstützte, die den Kriegsverbrecher Ratko Mladić verherrlichten, der in den Institutionen von BiH drei Finger erhebt, der selbst ein Leugner des Völkermords ist und Kriegsverbrecher verherrlicht, darf keinen Tag länger auf dem Budget von BiH verbringen. Ein Mann mit solchen Absichten ist eine Gefahr für die Sicherheit von BiH, und die Parteien der „Troika“, wenn sie seinen Rücktritt nicht fordern, werden (p)seine Mittäter bleiben.
Den Schlag, den die Kader von Milorad Dodik heute ins Gesicht der „Troika“ gegeben haben, wenn einer von ihnen noch ein Gesicht hat, haben wir leider alle gespürt. Homogenisiert und vereint in der Idee des „unmöglichen BiH“ tun sie alles, um es den Bürgern von BiH verhasst zu machen. Und wenn sie es nicht verhasst machen, dann sollen sie zumindest die wenigen verbliebenen jungen und ehrenhaften Menschen aus BiH vertreiben.
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