Dodik wünscht sich eine friedliche Trennung, aber Gefängnis oder Russland sind realistischer

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18:06
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Dodik wünscht sich eine friedliche Trennung, aber Gefängnis oder Russland sind realistischer

Geschrieben von: Delvin Kovač

Zahlreiche Demütigungen haben sich die „Troika“-Politiker gefallen lassen, um ihre Posten in den staatlichen Futtertrögen zu behalten, die sie dank der Koalition mit dem Staatsfeind Nr. 1 erlangt haben. Der unstillbare Hunger nach Posten und Macht hat die Führer der SDP BiH, NiP und Naše stranke geblendet, die anscheinend nicht weiter sehen als ihre eigene Nase. Nermin Nikšić, Elmedin Konaković und Edin Forto sind bereit, täglich Frösche zu schlucken und dabei mit dem Kopf zu nicken zu fast allem, was ihnen Milorad Dodik und sein übrigens sehr guter Freund Dragan Čović vorlegen. Manchmal versuchen die „Troika“-Politiker, etwas zu sagen, aber sie achten dabei gut darauf, sich nicht mit den langjährigen Komplizen anzulegen, die, unterstützt von Belgrad und Zagreb, offen auf die Zerschlagung des Staates Bosnien und Herzegowina hinarbeiten.

Es stört die „Troika“-Politiker nicht einmal, dass Dodik sie vor versammelter Mannschaft als Völkermörder beschimpft und sie mit unangebrachter Sprache beleidigt. Man könnte sagen, von dem „Vožd“ aus Laktaši ist nichts anderes zu erwarten, sein Wagenlenker-Vokabular ist sein Trumpf und Markenzeichen. Aber es ist besorgniserregend, dass die „behinderte Struktur“, wie Dodik die „Troika“-Politiker bezeichnete, zu fast allen Zugeständnissen bereit ist, nur damit ihre etablierten Positionen nicht angetastet werden. In einem seiner jüngsten Ausbrüche besonderer „Liebe“, die er für sie hegt, nannte Dodik Konaković dumm. Und dieser hätte besser nicht geantwortet. Wir wissen, dass Konaković auf sozialen Netzwerken seine Tastatur sonst nicht schont, aber dieses Mal hat er versagt. Mit nur drei bis vier ausgewählten Sätzen antwortete er Dodik. Allerdings kündigte er auch eine weitere Ausarbeitung an.

Irgendwie entsteht der Eindruck, dass die einzigen Lichtblicke unter den „Troika“-Politikern – und die einzigen, die angesichts von Dodiks Verhalten anscheinend ein eigenes Rückgrat haben – das Mitglied des Präsidiums von Bosnien und Herzegowina, Denis Bećirović, und der staatliche Verteidigungsminister Zukan Helez sind. Keine einzige staatsfeindliche Erklärung von Dodik oder einem seiner Schützlinge vergeht, ohne dass Bećirović, zumindest verbal, reagiert. So war es auch dieses Mal, als Dodik erneut über die friedliche Trennung der Republika Srpska und der Föderation sprach. Er machte ihm deutlich, dass es weder eine friedliche noch eine unruhige Zerschlagung des Staates Bosnien und Herzegowina geben könne und dass diejenigen, die glaubten, einen Staat auf dem international anerkannten Staatsgebiet von Bosnien und Herzegowina aufbauen zu können, als Kriegsverbrecher mit lebenslangen Haftstrafen endeten.

Auf der anderen Seite konnte Helez in Konjic, im Gegensatz zu seinen anderen „Troika“-Kollegen, Dodiks Unverschämtheit nicht ertragen. Auf die Beschimpfung des Völkermords schlug er mit der Faust auf den Tisch und nannte ihn nach eigenen Angaben einen Affen. Ganz sicher passt ein solches Verhalten zu keinem Staatsbeamten, insbesondere nicht zu denen, die so hohe Ämter bekleiden, aber der Separatist sollte sich bewusst sein, dass er angesichts von Helez‘ langjähriger Erfahrung aus Kneipen mit roten Tischdecken sogar noch gut davongekommen ist.

Es besteht kein Zweifel daran, dass bei jedem Versuch einer friedlichen oder unruhigen Trennung der Republika Srpska von der Föderation, die Dodik ständig vorantreibt, die Justizbehörden und Strafverfolgungsbehörden umgehend reagieren müssten – andernfalls entwertet Dodik ihre Existenz. Denn die „Troika“-Politiker können ihn nicht einmal in banalen Fragen zur Räson bringen, geschweige denn, wenn es um die Sezession der Republika Srpska geht. Erinnern wir uns auch daran, dass sie sagten, sie würden sich nicht mit Fragen befassen, bei denen sie keinen Konsens hätten... Und wenn Dodik mit Gefängnis bedroht wird, könnte sich Helez‘ Prophezeiung über seine Flucht zu Wladimir Putin vielleicht bewahrheiten.

Nikšić und Konaković haben uns noch nicht gesagt, ob sie Minister Helez gefragt haben, woher er solche Informationen hat, denn wenn sie stimmen, müsste auch Helez‘ Kollege aus dem Ministerrat von Bosnien und Herzegowina seine Worte erläutern, dass Dodik eine politische Realität sei, ohne die es in Bosnien und Herzegowina nicht gehen könne? Oder erwartet Konaković vielleicht, dass Dodik die Schlüsselprozesse in Bosnien und Herzegowina über seine SNSD-Marionetten sogar aus dem fernen Russland weiterhin steuern würde?

Dodik ist sich wohl bewusst, dass das Volk, verkörpert durch Bosniaken, Bosnier, Herzegowiner, aufrichtige Patrioten dieses Landes, niemals und unter keinen Umständen eine Trennung irgendeines Teils von Bosnien und Herzegowina zulassen wird. Denn das würde, das ist Dodik wohl bewusst, Krieg bedeuten. Wenn Dodik eine friedliche Trennung versucht, wird er nur seinen eigenen Abgang auf den Müllhaufen der Geschichte beschleunigen, wo er sich in der unrühmlichen Gesellschaft der verurteilten Kriegsverbrecher Radovan Karadžić und Ratko Mladić wiederfinden würde. Und gleichzeitig würde er seine engsten, von Hass erfüllten, geblendeten Gefolgsleute mit sich in den Abgrund ziehen.

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