Rechtsextreme gewinnen Wahlen in Spanien, haben aber keine Mehrheit zur Regierungsbildung

Patria
AutorPatria
08:45
Podijeli:
Rechtsextreme gewinnen Wahlen in Spanien, haben aber keine Mehrheit zur Regierungsbildung

(Patria) - Die konservative Volkspartei (PP) ist der Gewinner der spanischen Parlamentswahlen, hat aber keine klare Mehrheit zur Bildung einer neuen Regierung, wie spanische Medien berichten.

Die PP gewann 136 Sitze von insgesamt 350 im Parlament. Die Sozialisten von Premierminister Pedro Sánchez gewannen 122. Die rechtsextreme Partei Vox gewann 33 und die linksextreme Sumar 31.

Vor den Wahlen wurde eine mögliche Koalition der Rechten vorhergesagt, die Sánchez' Regierung gestürzt hätte. Die Kontrolle zur Regierungsbildung liegt jedoch bei kleineren Parteien, vor allem aus Katalonien und dem Baskenland. Zwei katalanische Parteien gewannen jeweils sieben Mandate, und zwei baskische Parteien 6 bzw. 5. Jeweils einen Sitz erhalten Parteien aus Galicien, von den Kanarischen Inseln und aus Navarra.

All diese Parteien haben starke regionale und nationale Identitäten, mit Ausnahme der Partei von den Kanarischen Inseln, die sich klar Madrid und der regionalen Autonomie zuwendet.

Nach den Wahlen kann Sánchez zufrieden sein, denn zusammen mit seinen aktuellen Partnern von der Koalition Sumar hat er einige Chancen, die genannten kleineren Parteien zu versammeln. Die PP und Vox haben diese Möglichkeit fast nicht, da die katalanischen und baskischen Parteien erklärt haben, sie wollen nicht mit Vox zusammenarbeiten, das eine Koalition mit ihnen abgelehnt hat.

Die konservative Tageszeitung El Mundo schreibt, dass der PP-Vorsitzende Alberto Núñez Feijóo einen „bitteren Sieg“ errungen hat, und auf der Titelseite der Montagsausgabe bringt sie einen Artikel mit der Überschrift „Puigdemont kann Sánchez zum Präsidenten machen“.

Zur Erinnerung: Carles Puigdemont ist ein geflohener katalanischer Nationalist und Separatist.

Spanische Analysten warnen jedoch, dass es zu keiner Koalitionsvereinbarung kommen und die Spanier erneut zu den Wahlen gehen könnten. Die Wahlbeteiligung bei diesen Wahlen betrug 70,4 Prozent.

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